Der faule Kompromiss im Fall C.
Alberto Contador (28) soll zugestimmt haben, auf welche Weise sein Dopingfall vertuscht wird.

Foto © APAlberto Contador
Pat McQuaid, der Präsident des Welt-Radverbandes UCI, war am anderen Ende der Welt, als der "Fall Contador" vergangene Woche aufgeflogen ist. Sonderlich überrascht zeigte er sich bei der Straßen-WM im australischen Geelong, nahe Melbourne, jedoch nicht. Ganz im Gegenteil. "Es gibt keinen Fall Contador. In einigen Tagen legen wir die Angelegenheit zu den Akten", sagte Mister McQuaid.
Zumindest aber gibt es mehr und mehr Fragezeichnen, den immer mysteriöser werdenden Dopingfall des dreifachen und heurigen Siegers der Tour de France betreffend.
Haben sich McQuaid und Contador bereits Ende August bei einem Treffen im spanischen Puertollano auf einen faulen Kompromiss geeinigt? Laut Tageszeitung "El Pais" soll Contador einer Pro-forma-Sperre von nur drei Monaten zugestimmt haben.
Wurde Alberto Contador von der UCI ein "Maulkorb" verpasst? "Die UCI bat mich, niemandem etwas zu sagen", bestätigte Contador im dänischen TV2. "Ich bin davon ausgegangen, dass der Fall intern geregelt wird."
Warum hat Contador seinen neuen Teamchef Bjarne Riis (Saxo-Bank) nicht informiert, obwohl er bereits am 24. August von positiver A- wie B-Probe in Kenntnis gesetzt worden war?
Vor allem aber: Wie will die UCI den ganz offensichtlichen Vertuschungsversuch vor Tour de France und Welt-Anti-Dopingagentur (Wada) rechtfertigen?
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Beipacktext
Am Ruhetag der Tour de France in Pau (21. Juli) war bei Alberto Contador eine Dopingprobe positiv.
50 Picogram "Clenbuterol" (0,000 000 000 05 Gramm pro Milliliter wurden im Urin gefunden). Zugleich gab es Hinweise auf Eigenblut-Doping.
2 Jahre Sperre wäre die Mindesstrafe. für das Vergehen von Contador.













