Landis, LeMond belasten Armstrong gegenüber ARD erneut
Der geständige Dopingsünder Floyd Landis hat gegenüber dem deutschen TV-Sender ARD seine Vorwürfe gegen Tour-de-France-Rekordsieger Lance Armstrong erneuert.

Foto © APAFloyd Landis
In einem "Sportschau"-Beitrag wurde aus E-Mails zitiert, die Landis an seinen ehemaligen Teamkollegen geschrieben haben soll. Darin forderte der frühere Radprofi den Texaner auf, juristische Schritte gegen ihn einzuleiten. "Bitte hören Sie mit Ihren Drohungen auf und erstatten Sie stattdessen Strafanzeige. Die Anschuldigungen sind begründet. Das Publikum wurde betrogen", so Landis in einer Email an Armstrong. Kurz vor dem Tour-Prolog am vergangenen Samstag hatte Landis bereits via "Wall Street Journal" Armstrong neuerlich belastet und ihn des jahrelangen Dopings bezichtigt. Landis bekräftigte laut ARD seine Anschuldigungen in der direkten Korrespondenz mit dem siebenfachen Tour-Champion: "Mr. Armstrong, ich sage Ihnen in aller Deutlichkeit, dass ich Sie und unsere früheren Mannschaftskameraden beschuldige, Blutdoping betrieben und Dopingmittel genommen zu haben, so dass Sie dreimal die Tour de France gewinnen konnten."
Zwischen 2002 und 2004 waren Landis, dessen Tour-Sieg 2006 später wegen Testosteron-Dopings aberkannt wurde, und Armstrong gemeinsam im US-Postal-Team gefahren. RadioShack-Kapitän Armstrong hat Doping stets bestritten. Der dreifache Tour-Champion Greg Lemond rückte seinen Landsmann Armstrong ebenfalls in die Nähe von Doping. "Ich habe Lance einmal erzählt, hätte ich Epo genommen, dann hätte ich die Tour 1989 wohl mit acht Minuten statt mit acht Sekunden Vorsprung gewonnen. Darauf sagte Armstrong: 'Komm, jeder nimmt doch EPO'. So war das Gespräch mit Armstrong", sagte LeMond in der ARD.













