Neuer einfacherer EPO-Test aus Österreich
Wissenschafter der Seibersdorf Laboratories, einer Tochter des Austrian Institute of Technology (AIT), haben eine neue, einfachere Methode zum Nachweis von EPO-Präparaten entwickelt.

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Waren für den Nachweis von im Sport verbotenen EPO-Substanzen bisher vier verschiedene Test notwendig, reicht nun ein einziges Verfahren, um gleichzeitig den - u.a. durch Radprofi Bernhard Kohl bekanntgewordenen - Wirkstoff Cera und andere EPO-Substanzen herauszufinden. Der als Dopingmittel verwendete Wirkstoff Cera ist ein biotechnologisch hergestelltes EPO-Präparat der dritten Generation. Es ließ sich so wie andere EPOs bereits mit Tests nachweisen. Allerdings waren für ein komplettes Screening vier Untersuchungen von Harn und Blut notwendig. Mit der neuen, von Christian Reichel von den Seibersdorf Laboratories entwickelten Methode, die in der Fachzeitschrift "Drug Testing and Analyses" veröffentlicht wurde, reicht ein einziger Bluttest, um sowohl Cera als auch andere EPOs zu detektieren. Und das bei gleicher, wenn nicht sogar besserer Empfindlichkeit als bisher, wie Reichel am Donnerstag gegenüber der APA erklärte.
Bevor die neue Testmethode durch die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) zugelassen wird, muss das Verfahren im großen Stil evaluiert und an noch mehr Probanden als bisher getestet werden. Reichel rechnet damit, dass dies noch rund ein halbes Jahr dauern wird. EPO (Erythropoietin) ist ein Hormon, das die Bildung der roten Blutkörperchen stimuliert. Mit EPO als Dopingmittel kann der Körper mehr Sauerstoff in die Muskeln transportieren. Bei EPO der ersten Generation war das Hormon unverändert, bei der zweiten Generation waren einige Bausteine ausgetauscht worden, und bei der dritten Generation wurde es an eine Trägersubstanz gebunden. Der Wirkstoff Cera wurde von Hoffmann-La Roche zur Behandlung von Blutarmut bei Nierenkranken entwickelt und ist unter dem Produktnamen Mircera erhältlich.













