Schwere Vorwürfe gegen ÖSV
ÖSV-Ärzte Baumgartl und Lechner hätten über das Krankenhaus St. Johann und mehrere Apotheken auf Rezept "in großem Ausmaß" unter anderem Glukose- und Aminosäurepräparate bezogen.

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Der ÖSV verwehrte sich noch am Mittwoch entschieden gegen die Veröffentlichung des Berichtes in der "Tiroler Tageszeitung" und kündigte an, angemessene rechtliche Schritte einleiten zu wollen. Der Artikel enthalte mehrere erhebliche inhaltliche Fehler. Es dränge sich daher der Eindruck auf, dass diese gemacht wurden, um eine Geschichte zu konstruieren.
Die NADA sei natürlich verpflichtet, jeder Anzeige oder Sachverhaltsdarstellung nachzugehen. Zum Schutz vor einer öffentlichen Vorverurteilung oder Diskreditierung des Betroffenen müsse sie aber auch Diskretion wahren, damit für den Fall, dass die Vorwürfe unzutreffend sind, kein irreparabler Schaden entstehe.
Stellungnahme
Schwab habe daher auch von einem "ganz normalen Vorgang" gesprochen. "Wenn wir eine Sachverhaltsdarstellung wie jene von Herrn Roth bekommen, müssen wir dieser nachgehen. Wir haben die E-Mails von Herrn Roth an den Schiverband, das Österreichische Bundesherr und die SoKo Doping mit der Bitte um Stellungnahme weitergeleitet. Sonst ist noch gar nichts passiert, außer dass mir die SoKo Doping bereits mitgeteilt hat, dass sie nichts zu beanstanden hat", wird Schwab in einer ÖSV-Stellungnahme zitiert.
Der Leiter der SoKo Doping, Andreas Holzer, bekräftigte gegenüber dem ÖSV, dass von Ermittlungen keine Rede sein könne. "Es war lediglich eine Vorprüfung. Wir haben die Unterlagen von der NADA erhalten und inhaltlich geprüft. Dabei mussten wir gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Wien feststellen, dass die Substanzen nicht auf der Anti-Dopingliste stehen. Für uns ist die Angelegenheit daher nicht relevant." Da der ÖSV in Innsbruck ansässig ist, habe man die Sache "der Ordnung halber" auch noch an die Staatsanwaltschaft Innsbruck übermittelt, mit der Bitte um Kenntnisnahme bzw. eventueller weiterer Behandlung.
Anti-Doping-Experte Hans Holdhaus dementierte, dass es eine "Krisensitzung" gegeben habe. "Es war ein ganz normales Meeting, wo auch die genannten Vorwürfe auf der Tagesordnung standen. Dabei habe ich, in meiner Funktion als Vorsitzender der ÖSV-Anti-Doping-Kommission, mit den drei für Langlauf zuständigen Ärzten gesprochen und die Sache geklärt. Ich konnte feststellen, dass es nichts zu beanstanden gibt."













