Spanien prüft umstrittenes Anti-Doping-Gesetz
Zur Stärkung der Madrider Bewerbung für die Ausrichtung der Olympischen Sommerspiele 2016 erwägt Spanien eine Änderung seines umstrittenen Anti-Doping-Gesetzes.

Foto © APADifferenzen mit WADA sollen beseitigt werden
Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) teilte am Donnerstag mit, man habe von Spanien zu diesem Zweck eine Kopie der Gesetzestexte erhalten. "Nach der Prüfung der Dokumente hat die WADA einige Änderungsvorschläge unterbreitet, damit diese Gesetzesinstrumente völlig im Einklang mit dem Welt-Anti-Doping-Kodex stehen", erklärte WADA-Sprecher Frederic Donze der dpa. Spaniens Sportminister Jaime Lissavetzky hatte zuvor mitgeteilt, dass man mit der WADA im Gespräch ist, um Differenzen aus dem Weg zu räumen.
Das im Mai von Spanien erlassene Anti-Doping-Gesetz gilt als größte Schwachstelle der Olympia-Kandidatur der spanischen Hauptstadt. Die WADA hatte Spanien nach dem Erlass des Gesetzes im Zusammenhang mit dem Verbot nächtlicher Doping-Kontrollen vor Auswirkungen auf die Olympia-Bewerbung Madrids gewarnt. Die Agentur verlangt in ihren Melderegeln, dass Spitzensportler 24 Stunden am Tag für Dopingkontrollen zur Verfügung stehen müssen.
Ein anderer kontroverser Punkt war bisher die Abmeldepflicht. Alle Athleten müssen sich bei einer Abwesenheit vom gemeldeten Wohnort innerhalb von 24 Stunden abmelden. Spanien hatte sich dagegen für eine Dreitagesfrist entschieden. Die Regierung in Madrid hat bisher die Kritik der WADA stets zurückgewiesen und behauptet, das Land sei im Kampf gegen Doping führend. Nun will man einen Kompromiss erzielen. Über die Ausrichter-Stadt der Sommerspiele 2016 entscheidet das Internationale Olympische Komitee (IOC) am 2. Oktober in Kopenhagen.













