SoKo Doping vernahm nach Mentschow auch weitere Rabobank-Fahrer
Neben Giro-Sieger Denis Mentschow haben sich im Juni auch die Rabobank-Profis Joost Posthuma und Pieter Weening in Wien den Fragen der Sonderkommission Doping im Bundeskriminalamt zu ihrer mutmaßlichen Verwicklung in den Humanplasma-Dopingskandal gestellt.

Foto © ReutersRabobank-Team
Der niederländische Radrennstall teilte am Mittwoch am Rande der Tour de France mit, dass die drei Fahrer bei der Befragung auf freiwilliger Basis jede Involvierung in Doping-Praktiken zurückgewiesen haben.
Der Russe Mentschow und der Niederländer Posthuma fahren derzeit die Tour de France. Weening gewann am Dienstag die Königsetappe der Österreich-Rundfahrt. Laut niederländischen Medienberichten ist die SoKo auch an den Aussagen der ehemaligen Rabobank-Teammitglieder Thomas Dekker und Michael Boogerd interessiert.
Meinung geändert. Obwohl ihre Anwalt ursprünglich zugesagt hatte, dass die beiden innerhalb der nächsten zwei Monate als Zeugen, nicht als Beschuldigte, nach Wien kommen würden, scheinen sie ihre Meinung nun geändert zu haben. "Ich möchte zur Aufklärung beitragen, aber ich denke, es ist zu viel nach Wien zu fahren, um in einer Affäre auszusagen, mit der ich nichts zu tun habe", wurde der im Jahr 2007 zurückgetretene Boogerd in der Tageszeitung "De Telegraaf" zitiert. Er wolle stattdessen schriftlich oder per Telefon Stellung nehmen. Dekker, dem in der Vorwoche EPO-Doping im Jahr 2007 nachgewiesen worden war, meinte: "Ich war noch nie in Wien".
"Humanplasma". In den Räumlichkeiten von "Humanplasma" sollen der mittlerweile des Dopings überführte und vom Radsport zurückgetretene Bernhard Kohl sowie andere österreichische und ausländische Spitzensportler Blutdoping vorgenommen haben. Die Namen der genannten Rabobank-Profis und des gesperrten Dänen Michael Rasmussen sowie jene zwei Dutzend weiterer Athleten waren Anfang 2008 in einer anonymen Anzeige im Zusammenhang mit Blutdoping in der Plasmapherese-Station aufgetaucht.













