Weitere Ermittlungen in Freiburger Doping-Affäre
Die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen im Zusammenhang mit der Doping-Affäre an der Uniklinik Freiburg sind umfangreicher als bisher bekannt.

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Die Freiburger Staatsanwaltschaft
ermittelt nicht nur gegen die schwer belasteten Sportmediziner
Andreas Schmid und Lothar Heinrich, sondern auch gegen vier weitere
Ärzte der Uniklinik sowie gegen drei ehemalige Sportliche Leiter der
dort betreuten Radsport-Teams. "Diese Ermittlungen laufen aber
bereits seit dem vergangenen Jahr", sagte Oberstaatsanwalt Wolfgang
Maier am Dienstag und bestätigte damit einen Bericht der "Badischen
Zeitung". "Ich hoffe, dass wir dieses Jahr fertig werden."
Verdacht. Im Falle der vier Ärzte werde der Verdacht der Vorteilsnahme
geprüft. Dies müsse aber keinesfalls mit Doping in Zusammenhang
stehen. "Es bedeutet nur, dass sie unter Umgehung ihres Arbeitgebers
zusätzliches Geld für bestimmte Tätigkeiten für Rennsport-Teams
erhalten haben könnten", betonte Maier. Bei den früheren Teamleitern
bestehe der Verdacht der Beihilfe zur Körperverletzung.
Apotheke als Haupt-Lieferant. Zudem werde
gegen eine Apothekerin aus Elzach wegen möglichen Verstoßes gegen das
Arzneimittelgesetz ermittelt. In dem vor einem Monat vorgestellten
Abschlussbericht der Freiburger Doping-Kommission war eine Apotheke
in Elzach als einer der Haupt-Lieferanten für Dopingmittel erwähnt
worden.
Schwierige Ermittlungen. Sowohl die Ermittlungen gegen die Ärzte als auch gegen die
ehemaligen Teamleiter seien schwierig. "Beides ist sehr komplex und
hängt auch miteinander zusammen. Und die Aussagebereitschaft der am
Verfahren Beteiligten ist sehr gering", meinte Maier.













