Abschlussbericht - Systematisches Doping in Freiburg
Nach zweijähriger Arbeit hat die Doping-Untersuchungskommission der Uniklinik Freiburg am Mittwoch ihren mit Spannung erwarteten Abschlussbericht vorgestellt.

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Die drei
Experten unter Vorsitz des Juristen Hans Joachim Schäfer kamen nach
der Befragung von zahlreichen Zeugen aus dem Bereich des
Profi-Radsports zu dem Ergebnis, dass in Freiburg unter der Regie der
Sportmediziner Lothar Heinrich und Andreas Schmid systematisch gedopt
wurde.
1995 bis 2006. "Es war systematisches Doping in den Teams Telekom und T-Mobile
von 1995 bis 2006 unter der Anleitung und Betreuung der Ärzte Schmid
und Heinrich", sagte Schäfer der Deutschen Presse-Agentur dpa. Im
angegebenen Zeitraum fuhren u.a. der Tiroler Georg Totschnig (1997
bis 2000), dessen Landsmann Gerhard Trampusch (2000 und 2001) sowie
der Niederösterreicher Bernhard Kohl (2005 und 2006) für den
deutschen Radrennstall.
Causa Kohl. Kohl, der im Vorjahr bei nachträglichen
Dopingkontrollen der Tour de France als Sportbetrüger entlarvt worden
war, hat am 31. März dieses Jahres Doping seit 2005 gestanden.
Reaktion Trampusch.
Trampusch war selbst mehrmals in der Universitätsklinik in
Freiburg, "allerdings nur zu sportmedizinischen Untersuchungen und
Tests", wie er auf APA-Anfrage bestätigte. Von
systematischem Doping bei seinem Team habe er nichts mitbekommen. "Da
habe ich nie etwas gemerkt oder gesehen", betonte der Tiroler, um
dann noch anzumerken: "Ich war damals ja ein kompletter Außenseiter
im Team - jung und Ausländer. Ich war deshalb überrascht, als ich
erstmals davon gehört habe, was da abgegangen ist. Vor allem
Professor Schmid, der als Typ ein feiner Kerl war, hätte ich das
nicht zugetraut."













