Moseley mit Krampf out - Bolt joggte in 100-m-Zwischenlauf
Als Weltrekordler Usain Bolt gemütlich in den 100-m-Zwischenlauf joggte, sind die Leichtathletik-Weltmeisterschaften für Österreichs Sprinter Ryan Moseley bereits wieder Geschichte gewesen.

Foto © EPA/OktenRyan Moseley verpasste den Aufstieg
Der 26-Jährige kämpfte mit einem Krampf und schied mit schwachen 10,58 Sekunden als 58. der 91 Teilnehmer aus. Ein denkbar schlechter Beginn für das rot-weiß-rote Mini-Team im Olympiastadion. Die schnellste Zeit hatte der US-Amerikaner Tyson Gay in 10,16 vor dem Briten Dwain Chambers (10,18) und Bolt (10,20) markiert, die nächste Runde geht am Abend in Szene.
Moseley kam im sechsten von zwölf Vorläufen gut aus den Startblöcken, aber dann nicht ins Laufen. Da nur die Top drei den direkten Aufstieg schafften, war sofort klar, dass Moseley es auch nicht über die Zeit (die vier weiteren Zeitschnellsten komplettierten das Teilnehmerfeld der nächsten Runde) geschafft hatte. Dementsprechend groß war die Enttäuschung bei dem Mann, der auf Barbados geboren wurde und heuer bereits mit 10,21 persönliche Bestzeit lief. Auch Trainingspartner Derrick Atkins (BAH), 2007 in Osaka WM-Silbermedaillengewinner, schied aus.
Was war da los?
"Das Aufwärmen war gut, aber dann kam ich ins Stadion und sobald ich auf der Bahn war, hatte ich einen Krampf. Ich weiß auch nicht, was da los war", meinte Moseley und hielt sich die rechte Wade. Der Zwischenlauf war das Minimalziel gewesen, Moseley hatte sogar mit dem Halbfinale geliebäugelt. Für Österreich sind in den kommenden Tagen noch Speerwerferin Elisabeth Pauer, Diskuswerfer Gerhard Mayer und Zehnkämpfer Roland Schwarzl im Einsatz.
Als erster der Topstars musste der Jamaikaner Asafa Powell auf die Bahn, zeigte 10,38 und wurde Dritter (Gesamt-31.). Chambers, Bolt und Gay folgten mit Laufsiegen. Souverän war der Auftritt des dreifachen Olympiasiegers Bolt, der noch nicht einmal richtig den Sprint angesetzt hatte, ehe er auch schon wieder abstellte. Nach Pflichterfüllung eilte er zügigen Schrittes und erhobenen Hauptes wortlos durch die Mixed-Zone. Gay ging es auf der Bahn etwas vorsichtig an und meinte nachher: "Es war etwas schlampig, ich musste erst wach werden." Wegen der zuletzt verletzten Leiste hielt er sich auch ein wenig zurück und wollte "auf Nummer sicher" gehen.









