Ein Manning fliegt, ein Manning siegt
Der NFL-Titelverteidiger, die New York Giants, verpasste das Play-off. Damit ist Familie Manning nur noch durch Denver-Star Peyton vertreten.

Foto © ReutersPeyton Manning (links) führte die Broncos zum Gewinn der American Football Conference (AFC)
Die New York Giants wandern auf den Spuren des FC Chelsea. Das hängt nicht nur damit zusammen, dass die Kraftpakete aus dem "Big Apple" auf die Teamfarbe Blau setzen. Eine wenig ruhmreiche Facette teilt die englische Fußballmannschaft mit dem amerikanischen Footballteam. Wie Chelsea, das als regierender Titelverteidiger der Champions League den Achtelfinal-Einzug verpasst hat, musste auch der Titelträger der National Football League (NFL) schon nach dem Grunddurchgang die Segel streichen.
Da half nicht einmal ein 42:7-Kantersieg zum Abschluss gegen die Philadelphia Eagles (wo Headcoach Andy Reid nach 14 Jahren entlassen wurde) etwas. Selbst der persönliche Rekord von Quarterback Eli Manning, der fünf Touchdown-Pässe warf, reichte am Ende nicht aus: "Es tut weh. Im letzten Jahr waren neun Siege genug, heuer leider nicht."
Jubeln durfte dafür ein anderer Manning, nämlich Elis älterer Bruder Peyton. Der 36-Jährige war erst vor der Saison zu Denver gewechselt und führte die Broncos mit 37 Touchdown-Pässen zum Gewinn der American Football Conference (AFC). Damit hat das Team aus Colorado wie auch die New England Patriots, wo sich Rob Gronkowski nach einer Verletzungspause beim 28:0-Erfolg über Miami mit einem Touchdown zurückmeldete, ein Freilos zum Play-off-Auftakt, den Wildcard Games.
Junge Wilde
Dort müssen bzw. dürfen am Samstag und Sonntag unter anderem die Indianapolis Colts, die Washington Redskins und die Seattle Seahawks antreten. Was die Teams vereint? Alle setzen auf Rookie-Quarterbacks, die das Vertrauen mit einer Vielzahl von neuen Rekorden rechtfertigen. Bei den Colts ließ Andrew Luck, die Nummer eins des Drafts, Vorgänger Peyton Manning zwar noch nicht ganz vergessen, zeigte aber phasenweise große Klasse. Robert Griffin III, der im Draft nach Luck als Nummer zwei von den Redskins gezogen wurde, wird schon jetzt als neuer Messias in der Hauptstadt der USA gefeiert. Immerhin steht Washington erstmals seit fünf Jahren wieder im Play-off. Es soll aber noch lange nicht Schluss sein. "Nur der Himmel ist für uns nicht zu erreichen. Sonst gibt es keine Grenzen", sagte Griffin III erfreut.
Der dritte Rookie im Bunde ist Russell Wilson, der von Seattle erst als Nummer 75 gedraftet wurde. Im Wildcard Game hat zumindest einer der jungen Wilden ausgeträumt. Denn Washington empfängt Seattle. Ob Neuankömmlinge oder arrivierte Stars - wer Nachfolger der Giants wird, entscheidet sich am 3. Februar. Dann wird der 47. Super Bowl in New Orleans ausgetragen.
NFL-Ergebnisse von Sonntag:
Cincinnati Bengals - Baltimore Ravens 23:17, Pittsburgh Steelers - Cleveland Browns 24:10, Indianapolis Colts - Houston Texans 28:16, Tennessee Titans - Jacksonville Jaguars 38:20, New York Giants - Philadelphia Eagles 42:7, Buffalo Bills - New York Jets 28:9, Detroit Lions - Chicago Bears 24:26, Atlanta Falcons - Tampa Bay Buccaneers 17:22, New Orleans Saints - Carolina Panthers 38:44, Denver Broncos - Kansas City Chiefs 3:38, San Diego Chargers - Oakland Raiders 24:21, San Francisco 49ers - Arizona Cardinals 27:13, Seattle Seahawks - St. Louis Rams 20:13, Minnesota Vikings - Green Bay Packers 37:34, New England Patriots - Miami Dolphins 28:0, Washington Redskins - Dallas Cowboys 28:18
Features
Zwöf Klubs in den Play-offs
American Football Conference (AFC)
Im Conference-Halbfinale (12./13. Jänner):
Denver Broncos, New England Patriots
Wild-Card-Spiele (5./6. Jänner):
Houston Texans - Cincinnati Bengals, Baltimore Ravens - Indianapolis Colts
National Football Conference (NFC):
Im Conference-Halbfinale (12./13.Jänner):
Atlanta Falcons, San Francisco 49ers
Wild-Card-Spiele (5./6. Jänner): Green Bay Packers - Minnesota Vikings, Washington Redskins - Seattle Seahawks
Conference-Finale am 20. Jänner
Super Bowl am 3. Februar in New Orleans














