Contador siegt bei der Vuelta
Der spanische Radstar Alberto Contador, wegen seiner mutmaßlichen Dopingvergangenheit nicht unumstritten, holte sich den Gesamtsieg bei der drittgrößten Landesrundfahrt. Für den 29-Jährigen ist es der zweite Vuelta-Triumph nach 2008.

Foto © ReutersAlberto Contador
Der Spanier Alberto Contador hat sich am Sonntag zum zweiten Mal nach 2008 den Gesamtsieg in der Radrundfahrt in seinem Heimatland gesichert. Der 29-jährige Kapitän des Teams Saxo Bank, der erst am 5. August aus einer Dopingsperre zurückgekehrt war, hatte nach der 21. und letzten Etappe der Vuelta nach Madrid 1:16 bzw. 1:37 Minuten Vorsprung auf seine Landsleute Alejandro Valverde und Joaquim Rodriguez. Der Deutsche John Degenkolb feierte zum Abschluss seinen insgesamt fünften Etappensieg bei der heurigen Auflage.
Contador waren wegen des Nachweises von Clenbuterol bei der Tour de France 2010 dieser damalige Erfolg sowie der Sieg im Giro d'Italia 2011 aberkannt worden - er hält nun bei fünf Gesamtsiegen in großen Rundfahrten, je zwei bei Tour de France (2007, 2009) und Vuelta (2008, 2012) und einem in Italien (2008).
Der Madrilene hatte auf dem 17. Abschnitt attackiert und die Führung von dem ab dem 4. Tag führenden Rodriguez übernommen, auf der letzten Bergankunft am Samstag ließ er sich das Rote Trikot nicht mehr entreißen. "Nonkonformismus und Willensstärke haben mir vielleicht den Sieg gebracht", sagte Contador am Samstag. Die Zwangspause hätte ihm zugesetzt, er sei noch nicht auf seinem alten Niveau, "aber wenn ich nicht immer an mich geglaubt hätte, hätte ich nicht attackiert".
Einen vergleichbaren emotionalen Moment wie bei seinem Doppelschlag in Fuente De - erster Sieg nach der Sperre und Sprung an die Spitze - habe er nur 2005 erlebt. "Als ich nach der Operation eine Etappe bei der Tour Down Under gewann", meinte Contador. Vor acht Jahren war ihm in einer lebensgefährlichen Operation ein Aneurysma im Gehirn entfernt worden.













