Die Durststrecke hat ein Ende
Michaela Taupe-Traer hat bei der Ruder-WM der nicht-olympischen Klassen in Plowdiw (Bulgarien) die Silbermedaille geholt. Es ist das erste Edelmetall nach elf Jahren für den österreichischen Verband.

Foto © APAÜberglücklich ist die Kärntnerin Michaela Taupe-Traer über ihren Gewinn der Silbermedaille bei der Ruderweltmeisterschaft im Leichtgewichts-Einer
Was für ein Rennen von Michaela Taupe-Traer im Leichtgewichts-Einer-Finale bei der WM der nichtolympischen Klassen in Bulgarien. Die 37-jährige Kärntnerin musste sich nur der Favoritin Alesandra Tsiavou knapp um 33 Hundertstel nach mehr als siebeneinhalb Minuten Fahrzeit geschlagen geben. "Ich freu mich so, es ist so cool und einfach ein Wahnsinn", jubelte die glückliche Silbermedaillengewinnerin. Für die Akademikerin ist es der größte Erfolg in ihrer bisherigen Karriere.
Für den österreichischen Ruderverband (ÖRV) ging damit eine langjährige Durststrecke zu Ende. Elf Jahre konnte kein österreichisches Boot mehr Edelmetall bei einer Weltmeisterschaft in der allgemeinen Klasse gewinnen. 2001 bei der WM in Luzern gewann der Leichtgewichts-Vierer ohne Steuermann in der Besetzung mit Martin Kobau, Wolfgang Sigl, Bernd Wakobinger und Sebastian Sageder zuletzt eine Medaille.
Erstmals Gedanken an einen Platz unter den ersten drei machte sich Taupe-Traer nach dem Semifinale. "Da habe ich mir gedacht, dass sich eine Medaille ausgehen könnte. Die Griechin sei wohl unschlagbar, zwischen Rang zwei und Platz sechs jedoch alles möglich", sagte die Athletin vom RV Nautilus Klagenfurt.
Super Saison
Die bisherige Saison verlief für Taupe-Traer schon äußerst erfolgreich. Zwei Weltcupsiege konnte sie bei den Rennen in Belgrad und Luzern feiern, dazu noch einen dritten Rang in München. "Das ganze Jahr war schon unglaublich für mich. Die Erfolge haben mir so viel Selbstvertrauen gegeben, dadurch wurde die Medaille möglich", analysierte die überglückliche Gewinnerin.
Mit 37 Jahren zählt die durchtrainierte Klagenfurterin nicht mehr zu den Jüngsten in ihrer Zunft, an ein Karriereende denkt sie aber noch nicht. "In vier Wochen ist die Ruder-EM in Italien, da will ich dabei sein", sagt Taupe-Traer. Nur weiß sie noch nicht in welchen Boot, da es keinen Leichtgewichts-Einer bei der EM gibt. Entweder wird sie es im leichten Doppelzweier oder im schweren Doppelvierer angehen. Taupe-Traer: "Ich weiß es noch nicht, eine Entscheidung wird in der nächsten Woche fallen. Jetzt will ich nur genießen." Sollte sich die begeisterte Radfahrerin für den Doppelvierer entscheiden, dann würde sie mit den Schwestern Magdalena und Katharina Lobnig aus Völkermarkt sowie Lisa Farthofer (OÖ) im Boot sitzen.













