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Zuletzt aktualisiert: 25.06.2012 um 22:09 UhrKommentare

800 Meter durch die Hölle

Selbst Profis wie Markus Hohenwarter fürchten sich vor den letzten 800 Metern beim Glocknerlauf. Für die wird der Gailtaler auch am 15. Juli wieder fast neun Minuten benötigen.

Auf diesem Teilstück des Glocknerlaufs büßen alle Aktiven ihre Sünden ab

Foto © KKAuf diesem Teilstück des Glocknerlaufs büßen alle Aktiven ihre Sünden ab

Bergsteiger sind es gewohnt, dass sie langsam vorankommen, sich jeden Schritt zu überlegen, die Eile hintanzustellen. Bergläufer sind genau das Gegenteil. Ihr Ziel ist es, so schnell wie möglich auf den Berg zu kommen. Daher bezeichnen sie die letzten 800 Meter beim "Grosglockner-Berglauf" als die Hölle. "Für mich sind das die längsten 800 Meter der Welt. Wir bewältigen hier 234 Höhenmeter. Ich benötige dafür acht bis neun Minuten", beschreibt Berglauf-Staatsmeister Markus Hohenwarter den Anstieg, "auf der Ebene laufe ich 800 Meter in 2,20 Minuten. Dazu kann ich bei diesem Rennen nicht meinen Schritt laufen, da mir die eingebauten Stufen den Schritt vorgeben."

Im Vergleich zu den Hobbyläufern ist der Gailtaler noch richtig schnell. "Die Amateure sind auf der Passage 25 Minuten unterwegs. 98 Prozent legen den Großteil gehend zurück, da das Stück so steil ist", sagt Hohenwarter, der für das Rennen am 15. Juli, präsentiert von der Kleinen Zeitung, einen Vorsatz hat: "Ich will als bester Weißer in der Ergebnisliste aufscheinen. Chancen auf den Sieg habe ich keine. Wenn ich mein bisher bestes Ergebnis - Platz sieben 2011 - verbessern kann, ist es ein Erfolg." Der Lauf auf Österreichs höchsten Berg ist es sicher. "Beim ersten Mal waren 90 dabei, jetzt sind es fast 1000. Das zeigt, welche Anziehungskraft dieses einzigartige Naturstadion ausübt", meinte Landeshauptmann Gerhard Dörfler.

Bis Montag gingen 800 Anmeldungen für den diesjährigen Bewerb ein. "Die Teilnehmerzahl ist mit 1000 limitiert. Mehr verträgt die Natur nicht", verrät OK-Mitglied Claudia Reibnegger, "dazu gibt es am 15. Juli erstmals ein Zeitlimit. Wer das bei der dritten Labestation klar überschreitet, muss aufhören." Die Rennen am 14./15. Juli sind heuer erstmals ein "Green Event". Das bedeutet mehr Produkte aus der Region, Abfall-, Energie- und Wassermanagement.

JOSCHI KOPP

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