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Zuletzt aktualisiert: 22.02.2012 um 10:06 UhrKommentare

Mayes: "Ich kann hier noch viel weitergeben"

Der 137:127-Erfolg der Kapfenberger Basketballer in der vierten Verlängerung über Wels war historisch. Deteri Mayes (37) plaudert über Tränen und das Kollektiv.

Ein Vorbild für die Jungen: Deteri Mayes

Foto © GEPAEin Vorbild für die Jungen: Deteri Mayes

Nach der Schlusssirene und einem unglaublichen Spiel schossen Ihnen vor laufenden Kameras sogar Tränen in die Augen. Wie kam's?

DETERI MAYES: Es war ganz einfach eine wahnsinnig emotionale Situation. Ich meine, meine Teamkollegen sind alle noch so jung und ich versuche, ihnen mit meiner Erfahrung zu helfen. Ich will ihnen etwas auf den Weg mitgeben. Und Sie geben alles, um zu gewinnen, um Champion zu werden. Und bei diesem Spiel wurde ihre harte Arbeit belohnt.

Ein Triumph in der vierten Verlängerung - haben Sie so etwas schon einmal in Ihrer langen Karriere erlebt?

MAYES: Nein. Und ich denke, dass so etwas noch keiner der Anwesenden jemals erlebt hat. Ich spiele jetzt seit 30 Jahren Basketball und ich müsste wohl nochmals 30 Jahre spielen, dass so etwas noch ein zweites Mal passiert. Das war schon eine ganz verrückte Sache.

Ja, ein verrücktes Spiel mit 264 Punkten, 119 Rebounds, 58 Fouls, 42 Turnovers und dem besseren Ende für die Bullen. Was machte zum Schluss den kleinen Unterschied aus?

MAYES: Das ist bei so einem Ausgang schwer zu sagen. Vielleicht war es die Einstellung - und die war bei uns sensationell. Wir haben toll gekämpft und uns trotz einiger Rückschläge immer wieder aufgerappelt. Vor Beginn der vierten Verlängerung haben wir gesagt: ,Jetzt hauen wir sie weg.' Und das haben wir dann auch getan.

Dieser Krimi war große Werbung für den Sport - was macht Basketball so besonders?

MAYES: Es ist ein toller Teamsport. Zu Beginn der Saison sind wir Spieler aus allen Himmelsrichtungen von unterschiedlichen Vereinen nach Kapfenberg gekommen. Daher waren wir auch am Anfang nicht gut. Doch jeder hat jeden Tag hart gearbeitet - an sich selbst und für die Kollegen. Und so wachsen wir immer mehr zu einem funktionierenden Kollektiv zusammen. Das macht die ganze Sache so speziell.

Ist das Kollektiv denn so stark, dass es auch den Titel holen kann?

MAYES: Die Chancen sind definitiv vorhanden. Das sind sie allerdings auch bei allen anderen Teams der Liga, die heuer wieder sehr ausgeglichen ist.

In Kapfenberg haben Sie sich gut eingelebt...

MAYES: Auf alle Fälle. Ich genieße es hier, das Verhältnis zum Manager und zu den Fans passt. Ich habe einen Zweijahres-Vertrag unterschrieben, will unbedingt noch spielen und kann hier noch viel weitergeben.

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