Lingers nach Sieg in Sigulda vor Gesamt-Weltcup-Triumph
Nur eine Woche nach ihrem dritten WM-Titel sind die Doppel-Olympiasieger Andreas und Wolfgang Linger ihrem nächsten großen Ziel einen Riesenschritt näher gekommen. Die Brüder aus Tirol siegten in Sigulda und stehen nach ihrem insgesamt 14. Weltcup-Sieg vor dem erstmaligen Triumph in der Gesamtwertung.

Foto © APAndreas und Wolfgang Linger
Vor dem Finale am kommenden Samstag in Paramonovo (ab 11.50/live ORF eins) liegen die Lingers in der Gesamtwertung mit 680 Zählern klar vor den Deutschen Tobias Wendl/Tobias Arlt. Die Titelverteidiger wurden in Lettland hinter den Südtirolern Christian Oberstolz/Patrick Gruber Dritte und haben nun 635 Zähler auf dem Konto.
Gesamtpaket passt perfekt
Bereits Platz sieben würde Andreas und Wolfgang Linger, die in dieser Saison bisher immer auf dem Podest (drei Siege, zweimal Zweite, dreimal Dritte) gelandet sind, in Russland genügen, um aus eigener Kraft die Kristallkugel zu holen. Die WM-Dritten Peter Penz und Georg Fischler verhauten ihre Läufe in Sigulda total und mussten sich mit fast zweieinhalb Sekunden Rückstand auf ihre ÖRV-Teamkollegen nur mit Rang 18 begnügen.
Die Lingers markierten in Lettland in beiden Läufen klare Bestzeit. Auch am Start waren die Brüder aus Absam in der Lage, mit den deutschen Superstartern mitzuhalten. "Das Gesamtpaket passt jetzt einfach perfekt zusammen. Wir sind heute auch sehr gut gestartet, vor allem im zweiten Lauf, da sind wir sehr zufrieden", betonte Andreas Linger.
Sein um 17 Monate jüngerer Bruder Wolfgang dachte bereits an die nächsten Rennen. "Ich habe schon in St. Moritz gesagt, der Vorsprung ist da, aber wir dürfen uns auf keinen Fall ausruhen, der Weltcup ist entschieden, wenn der Letzte von uns im Ziel ist. Für morgen ist es unser Ziel, heuer erstmals mit der Mannschaft auf das Podest zu fahren", erklärte der 29-Jährige.
ÖRV-Cheftrainer Rene Friedl ist zuversichtlich, dass die Lingers nächste Woche die große Kristallkugel in Händen halten werden. "Ich habe schon nach Winterberg gesagt, dass jetzt die Linger-Bahnen kommen werden. Die beiden haben ein perfektes Gesamtpaket und bringen immer ihre Leistung. Sie wissen einfach genau, was sie wann und wo zu tun haben", sagte Friedl nach dem dritten Saisonsieg der Brüder.
Loch machte es Hackl nach
Der deutsche Weltmeister Felix Loch durfte sich schon vor dem Saisonfinale als Weltcup-Gesamtsieger feiern lassen. Nach einer tollen Aufholjagd schaffte Loch in Sigulda seinen bereits siebenten Weltcup-Sieg im achten Rennen der Saison. Nach dem ersten Lauf war der 22-Jährige nur auf Platz fünf gelegen. Er ist der erste deutsche Gesamtsieger im Weltcup seit dem legendären Georg Hackl 1990.
Österreichs Herren zeigten sich nach der verpatzten WM verbessert. Manuel Pfister, bei Halbzeit nur Neunter, verbesserte sich auf Platz sechs. Sein ÖRV-Teamkollege Wolfgang Kindl durfte nach dem ersten Lauf noch vom Podest träumen. Nach Fehlern im Mittelbereich fiel Kindl aber noch vom dritten auf den achten Platz zurück. Daniel Pfister wurde Elfter, Reinhard Egger 16.













