Giants holen vierten Superbowl-Titel
Die New York Giants feierten gegen die New England Patriots den vierten Superbowl-Titel der Klubgeschichte. "Big Blue" gewann gegen Superstar Tom Brady und Co. mit 21:17.

Foto © APRunning Back Ahmad Bradshaw (44, NY Giants) sorgte 57 Sekunden vor Schluss für die Entscheidung, als er sich rücklings in die Endzone fallen ließ
Die New York Giants gewannen Superbowl XLVI, das diesjährige Endspiel der US-Profi-Liga National Football League (NFL). "Big Blue" setzte sich am Sonntagabend (Ortszeit) im Lucas Oil Stadium von Indianapolis gegen die New England Patriots mit 21:17 (9:10) durch. Die Entscheidung brachte ein Touchdown von Running Back Ahmad Bradshaw rund eine Minute vor dem Ende der Begegnung.
Halbzeit-Show
Bereits vor vier Jahren hatten die New Yorker dem NFL-Superstar Tom Brady und seinen Patriots den Superbowl-Triumph und damit die mögliche "perfect season" (Saison ohne Niederlage) vermasselt. Pop-Diva Madonna sorgte in der Halbzeit mit einer bombastischen Show, in der die 53-Jährige unter anderem als römische Kaiserin auftrat, für einen echten Höhepunkt. Die US-Nationalhymne "The Star-Spangled Banner" hatte Kelly Clarkson beigesteuert.
Eli Manning triumphierte im Stadion seines Bruders
Ehrungen
Vor dem großen Showdown am Sonntag wurden am Samstag in einer mondänen Live-Show die NFL-Auszeichnungen des Jahres verliehen.
"Most valuable Player": Aaron Rodgers (Quarterback, Green Bay Packers)
Bester Offensiv-Spieler: Drew Brees (Quarterback, New Orleans Saints)
Bester Defensiv-Spieler: Terrell Suggs (Linebacker, Baltimore Ravens)
Bester Offensiv-Rookie: Cam Newton (Quarterback, Carolina Panthers)
Bester Defensiv-Rookie: Von Miller (Linebacker, Denver Broncos)
Comeback-Spieler: Matthew Stafford (Quarterback, Detroit Lions)
Trainer: Jim Harbaugh (San Francisco 49ers)
Giants-Quarterback Eli Manning wurde nach einer starken Vorstellung als "most valuable player" (wertvollster Spieler, MVP) ausgezeichnet, zum zweiten Mal nach 2008. Eli, der an der Wirkungsstätte seines großen und berühmteren Bruders Peyton triumphierte, brachte 30 seiner 40 Passversuche an und verbuchte 296 Yards Raumgewinn sowie einen Touchdown.
Mit seinem zweiten Triumph im wichtigsten Spiel des American Football überholte Eli nicht nur Peyton, den derzeit verletzten Star-Spielmacher der Indianapolis Colts, an Superbowl-Ringen, sondern gilt nun auch wie dieser als sicherer Kandidat für die "Pro Football Hall of Fame". Zudem ist der 31-Jährige der fünfte Quarterback überhaupt, der zumindet zweimal als wertvollster Spieler des NFL-Finales ausgezeichnet wurde. Die anderen vier heißen Bart Starr (Green Bay Packers), Terry Bradshaw (Pittsburgh Steelers), Joe Montana (San Francisco 49ers) und - Mannings Gegenüber Tom Brady.
Dieser verlor sein zweites NFL-Endspiel in Folge gegen die New York Giants, er kam auf 27 angekommene Pässe bei 41 Versuchen und erzielte 276 Yards Raumgewinn. Der Superstar verbuchte zwei Touchdowns, während des Spiels schaffte er zudem 16 angekommene Pässe in Folge - ein neuer Superbowl-Rekord für den Ehemann von Gisele Bündchen. Zu Beginn des vierten Viertels konnte Giant-Linebacker Chase Blackburn jedoch einen Brady-Pass abfangen. Diese Interception brachte die Vorentscheidung, im folgenden Drive fixierte New York den Sieg. Eine starke Leistung während des gesamten Spiels bot auch Defensive End Justin Tuck, der Brady zweimal zu Boden reißen konnte.
Giants gingen gegen Patriots in Führung
Die New York Giants waren im ersten Viertel bei der ersten Ballberührung von Brady dank eines Safetys mit zwei Punkten in Führung gegangen. Wenige Minuten später erhöhte "Big Blue" auf 9:0 - Wide Receiver Victor Cruz fing einen Pass seines Quarterbacks Manning, der eine sehr gute erste Hälfte ablieferte, in der Endzone. Kurz nach Beginn des zweiten Viertels brachte Kicker Stephen Gostkowski die Patriots mit einem Field Goal erstmals aufs Scoreboard. Eine Minute vor Schluss von Halbzeit eins fing Danny Woodhead einen Brady-Pass in der Endzone zur erstmaligen Führung der Patriots in diesem NFL-Endspiel.
In der zweiten Superbowl-Hälfte übernahm vorerst Superstar Brady das Kommando: Tight End Aaron Hernandez sprang für seinen leicht angeschlagenen Kollegen Rob Gronkowski ein und fing einen Brady-Pass zum zweiten Patriots-Touchdown in Superbowl XLVI. Zwei Field Goals ihres Kickers Lawrence Tynes brachten die New Yorker aber wieder in Schlagdinstanz (15:17).
Nach der Interception von Blackburn führte Manning seine Giants zu einem weiteren Comeback-Sieg im vierten Viertel. Die entscheidene Szene des Spiels war schließlich ein sensationeller Catch seines Wide Receivers Mario Manningham vier Minuten vor Spielende. Running Back Ahmad Bradshaw ließ sich kurze Zeit später mit dem Ball in der Hand rücklings in die Endzone fallen - Touchdown zum 21:17. Die anschließende Aufholjagd von Tom Brady und Co. kam zu spät, die New York Giants holten ihren vierten Superbowl-Titel, den achten NFL-Titel insgesamt. Der 65-jährige Tom Coughlin ist überhaupt der älteste Head Coach, der je einen Superbowl-Sieg bejubeln durfte und der insgesamt 13. mit mindestens zwei Titeln.
Features
Fotoserie
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Superbowl XLVI
New York Giants vs. New England Patriots 21:17 (9:10)
Sonntag, 5. Februar: 6:30 UHR ET (0:30 MEZ),
Lucas Oil Stadium, Indianapolis, 68.658 Zuseher
Punkte: Strafe Patriots, Cruz (Touchdown), Tynes (2 Field Goals und 1 Extra-Punkt), Bradshaw (Touchdown) bzw. Gostkowski (Field Goal und 2 Extra-Punkte), Woodhead (Touchdown), Hernandez (Touchdown).
"Most valuable Player" (MVP):
Eli Manning (Quarterback, New York Giants)
Halftime-Show: Madonna
Nationalhymne: Kelly Clarkson
Fotoserie
Meiste Super-Bowl-Titel
- Pittsburgh Steelers - 6 Titel (1975,1976,1979,1980,2006,2009)
- Dallas Cowboys - 5 (1972,1978,1993,1994,1996)
- San Francisco 49ers - 5 (1982,1985,1989,1990,1995)
- Green Bay Packers - 4 (1967,1968,1997,2011)
- New York Giants - 4 (1987,1991,2008,2012)
- New England Patriots - 3 (2002,2004,2005)
- Oakland Raiders/LA Raiders - 3 (1977,1981,1984)
- Washington Redskins - 3 (1983,1988,1992)
Fotoserie
Die letzten Superbowl-Sieger
- 2011: Green Bay Packers - Pittsburgh Steelers 31:25
- 2010: New Orleans Saints - Indianapolis Colts 31:17
- 2009: Pittsburgh Steelers - Arizona Cardinals 27:23
- 2008: New York Giants - New England Patriots 17:14
- 2007: Indianapolis Colts - Chicago Bears 29:17
- 2006: Pittsburgh Steelers - Seattle Seahawks 21:10
- 2005: New England Patriots - Philadelphia Eagles 24:21
- 2004: New England Patriots - Carolina Panthers 32:29
- 2003: Tampa Bay Buccaneers - Oakland Raiders 48:21
- 2002: New England Patriots - St. Louis Rams 20:17





















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