Keine Anerkennung für "Architekt" der Jugendspiele
Erfolgreiche Jugendspiele, aber: Hans Rosenzopf vermisste die Anerkennung.

Foto © GEPA
Jeden Tag studierte der Klagenfurter in der letzten Woche den Sportteil aller möglichen Zeitungen. Schließlich waren es "seine Olympischen Spiele", die da in Innsbruck über die Bühne gingen, wie er nicht müde wurde zu betonen. Hans Rosenzopf sieht sich als "Architekt der Jugendspiele" und sagt: "Der Herr Rogge ist nur der Bauherr."
Rogge? Das ist der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), das seinerzeit den Vorschlag des Klagenfurters, Jugendspiele auszurichten, wegen des prallen Terminkalenders abgelehnt und dann offenkundig allzu dreist als eigene Idee angekündigt hatte. Der Sportfreak zog vor Gericht, nahm 20.000 Euro Prozesskosten in Kauf, bis er es von Rogge schwarz auf weiß hatte: "Sie haben einen maßgeblichen und bedeutenden Impuls zur weltweiten Vision, Olympische Jugendspiele ins Leben zu rufen, erbracht", ließ der Belgier dem Kärntner, der im Jahr dutzende Sportveranstaltungen im In- und Ausland besucht, bescheinigen. Auf eine Einladung zur Eröffnung seines "Produktes" in Innsbruck wartete der 72-Jährige dennoch vergebens. So fuhr der kauzige Klagenfurter auf Eigenregie hin und wurde dort von den Herren der Ringe nicht einmal ignoriert, wie man auf gut Österreichisch sagt. "Mein Herz hat geweint", wurde Hans Rosenzopf angesichts der olympischen Missachtung sentimental. Die Funktionäre wären für ihn trotz allem kein Feindbild.
Für viele verkörpert Rosenzopf so etwas wie den "Don Quijote" der modernen Sportzeitrechnung. Einer, der vehement darum kämpft, ernst genommen zu werden. Auf einer eigenen Homepage (www.junolsports.at) lässt der gute Mann, für den PC oder Laptops normalerweise ein Gräuel sind, deshalb mitteilen: "Eine Idee wird zum Event." Allerdings ohne Rosenzopfs Mitwirkung.















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