Resch segelt in den Olympia-Hafen
Der 49er-Segler Niko Resch (27) hat sich mit seinem Tiroler Partner Nico Delle-Karth als erster Kärntner für Olympia 2012 in London qualifiziert.

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Mit elf Jahren begann der Kärntner Niko Resch beim Yacht Club Velden mit dem Segeln. Das war 1995, also vor 16 Jahren. Bei der derzeit stattfindenden WM vor Fremantle (Australien) haben er und sein Tiroler Partner Nico Delle-Karth (27) einen weiteren Meilenstein in ihrer erfolgreichen Karriere gesetzt.
Das Duo in der 49er-Klasse qualifizierte sich zum dritten Mal en suite für die Olympischen Spiele. Um im nächsten Jahr in London dabei zu sein, genügten in der Qualifikation ein 21. Platz und ein elfter Platz in der Olympia-Nationenwertung.
Verletzung
Trotz des Erfolgs bleibt das Duo selbstkritisch, wollte man sich als Weltranglisten-Zweite doch weiter vorne klassieren. "Wir wussten, dass das kein Kinderspiel werden würde. Die Verletzungspause und der daraus resultierende Trainingsrückstand waren nicht zu verleugnen. Uns fehlten Praxis und Sicherheit, da durfte man keine Wunder erwarten", erklärt Delle-Karth. Zur Erinnerung: Der Tiroler zog sich Mitte Oktober beim Training einen Seitenbandeinriss im rechten Knie zu.
"Mit dem Finalleinzug und der erbrachten Norm für Olympia haben wir unsere Hausaufgaben gemacht. Jetzt können wir unbeschwert Segel setzen und mehr Risiko nehmen", sagt Resch. Bei der WM stehen morgen und Samstag die Finaldurchgänge auf dem Programm, am Sonntag erfolgt das "Medal Race" der Top-10-Boote.
Eine Talentprobe legte die erst 17-jährige Maria Rainerin Lara Vadlau im 470er der Damen ab. Mit ihrer burgenländischen Partnerin Eva Maria Schimak (24) reichte es mit Platz 33 zwar nicht für Olympia, aber die Leistung konnte sich dennoch sehen lassen. "Man darf nicht vergessen, dass die beiden erst seit einem halben Jahr gemeinsam in einem Boot segeln. Der Anspruch war nicht, dass sie sich auf Anhieb für Olympia qualifizieren, sondern Schritt für Schritt Erfahrungen sammeln", sagt ÖSV-Pressesprecher Dominic Marsano.
Zweite Chance
Bei der WM im nächsten Jahr in Barcelona könnten Vadlau/Schimak aber doch noch auf den Olympia-Zug aufspringen.
Marsano: "Das große Ziel für Vadlau bleiben die Spiele 2016 in Rio. Sie ist die talentierteste Seglerin Österreichs, ihr gehört die Zukunft." Wie Resch/Delle-Karth schaffte auch der Burgenländer Andreas Geritzer im Laser die Quali für die Spiele in London.













