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    Zuletzt aktualisiert: 10.12.2011 um 21:37 UhrKommentare

    Ali und das "Drama in Bahama"

    Am 11. Dezember 1981 bestritt Box-Legende Muhammad Ali seinen letzten Boxkampf, der wohl zu seiner schweren Parkinson-Krankheit beigetragen hat.

    Mohammed Ali im Jahre 1999

    Foto © APAMohammed Ali im Jahre 1999

    Wer die Bilder gesehen hat, war erschüttert. Muhammad Ali wird bei der Beerdigung seines einstigen Rivalen Joe Frazier auf dem Weg von der Kirche zum Auto von seiner Frau Lonnie und Begleitern gestützt. Jeder Schlurfschritt ist Mühsal. Ein Foto geht um die Welt und zeigt das verfallene Gesicht eines von der fortschreitenden Nervenkrankheit Parkinson gezeichneten apathischen Mannes, der einmal "Der Größte" war. Lonnie Ali gibt selbst guten Bekannten keine Auskunft mehr über den zusehends verschlechterten Gesundheitszustand ihres Mannes. Muhammad Ali ist zu Hause in Paradise Valley und kämpft mit 69 Jahren weiter seinen letzten Kampf. Der letzte Boxkampf mit 39 Jahren, der möglicherweise zu seinem Schicksal beigetragen hat, liegt genau dreißig Jahre zurück. Der plakatierte Reim vom "Drama in Bahama" am 11. Dezember 1981 sollte bittere Realität werden. Zehn Runden lang nahm Ali wehrlos alle furchtbaren Schläge des aus Jamaika stammenden, zwölf Jahre jüngeren Trevor Berbick hin und verlor nach Punkten. Berbick wurde durch den Sieg bekannt und 1986 WBC-Weltmeister, wurde aber bei der ersten Titelverteidigung von Mike Tyson k. o. geschlagen und 2006 auf Jamaika ermordet.

    Ali akzeptierte nach der deprimierenden Niederlage endlich das Ende seiner ruhmreichen Karriere von 21 Jahren. "Vater Zeit hat mich eingeholt. Zum ersten Mal habe ich gespürt, dass ich vierzig Jahre alt bin", sagte er damals. Sein Trainer Angelo Dundee, strikt gegen diesen wahnwitzigen Kampf, habe ihn zwischen den Runden angefleht: "Geh raus und schlag ihn." Alis Antwort: "Geh du raus und schlag ihn. Ich bin zu müde." Es war eine chaotische Veranstaltung im verrotteten Baseball-Stadion von Nassau. Weil ein Gong fehlte, diente eine Kuhglocke als Ersatz, auf die der Zeitnehmer mit einem Hammer schlug. Noch wenige Stunden vor dem ersten Glockenschlag drohte Berbick den Kampf platzen zu lassen, weil seine Börse von 350.000 Dollar nicht hinterlegt war. Ali war es nicht so wichtig, ob die 1,1 Millionen Dollar für ihn gesichert waren. Hauptsache, er konnte wieder den Ring, die Bühne seines Egos, betreten. Ohne Rücksicht auf seine bereits angeschlagene Gesundheit.

    Das "letzte Hurra"

    Alis "Letztes Hurra", als solches plakatiert, lag bereits 14 Monate zurück, das Comeback nach zwei Jahren gegen Larry Holmes. Ali wurde schon da von seinem einstigen Sparring-Partner derart verprügelt, dass Dundee unter Tränen das Debakel nach der zehnten Runde beendete. Dieser erbarmungswürdige Auftritt in Las Vegas sollte eigentlich Muhammad Alis letzter Kampf gewesen sein. Kurz nach dieser Demütigung bemerkten Freunde, dass seine Hände leicht zitterten und er langsamer sprach. Keine zwei Jahre nach dem "Drama in Bahama" diagnostizierten Ärzte das Parkinson-Syndrom.

    Weitere Tests bestätigten die Diagnose, die aber geheim gehalten wurde. Im Krankenhaus wurde Ali unter dem Pseudonym "Paul Jefferson" geführt. Erst am 20. September 1984 machte Ali seine Krankheit öffentlich. Anlass waren die zurückliegenden Olympischen Spiele in Los Angeles. Bei einem Besuch wenige Tage vor den Spielen in seinem Anwesen Freemont Place – ein Steinwurf vom Coliseum entfernt – antwortete Ali auf die Frage, ob er zur Eröffnungsfeier gehen werde, traurig: "Nein. Ich bin nicht eingeladen. Sie halten mich für einen blöd geschlagenen Boxer." Zwölf Jahre später entzündete er mit zitternder Hand das Olympische Feuer in Atlanta.

    HARTMUT SCHERZER

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