Die EM ist für alle das große Ziel
Die Kärntner Naturbahnrodler Christian Schatz sowie das Brüderpaar Christoph und Thomas Knauder wollen im Weltcup wieder angreifen. Auftakt am 16. Dezember. Höhepunkt ist die EM im Februar in Russland.

Foto © APAChristian Schatz mit seinem Partner Gerhard Mühlbacher
Wo die Schornsteine der Papierfabrik Mondi steil in den Himmel ragen und sich das Lavanttal vom Norden her zur Ebene weitet, liegt die Marktgemeinde Frantschach/St. Gertraud. Von da stammen die Aushängeschilder des Kärntner Naturbahnrodelsports: Christian Schatz (36) sowie das Brüderpaar Christoph (29) und Thomas Knauder (28) wollen heuer im Weltcup der Doppelsitzer wieder für Furore sorgen. Im Vorjahr wurde Schatz mit seinem Salzburger Partner Gerhard Mühlbauer Gesamtdritter, Knauder/Knauder wurden im Europacup immerhin Zweiter.
Während Schatz/Mühlbacher nach 2005/06 und 2006/07 wieder den Gesamtsieg holen möchten, müssen sich die Gebrüder Knauder für den Weltcup in internen Ausscheidungsrennen ab dem übernächsten Wochenende erst qualifizieren. "Pro Nation dürfen nur drei Paare starten. Aber wir sind guter Dinge, dass wir es schaffen, wir sind in einer sehr guten Form", sagt Christoph Knauder (29). Der Weltcup-Auftakt findet von 16 bis 18. Dezember in Latzfonds (Südtirol) statt. Für beide Paare ist das Saisonziel die Europameisterschaft im Februar im russischen Novouralsk. "Eine Medaille wäre da ein Traum", sagt Schatz, der im Vorjahr bei der WM in Umhausen Silber mit dem Team holte.
Idealisten
Wie die Knauders geht auch Schatz abseits des Sports einem Beruf nach. "Reich kann man mit Naturbahnrodeln nicht werden, weil es eine Randsportart ist und wir daher keine klassischen Werbeträger sind", sagt Christoph Knauder. der wie sein Bruder zudem auch noch ein Doktorrat-Studium in Leobersdorf absolviert. "Gott sei Dank haben wir ein paar Sponsoren. So können wir einiges abdecken, aber ein Minus bleibt immer."
Die drei Kärntner begannen im zarten Alter von sieben Jahren auf der Hausbahn in Frantschach mit dem Rodelsport. Obwohl Naturbahnrodeln klar im Schatten des Kunstbahnrodelsports steht, haben sie nie an einen Wechsel gedacht. "Es ist auf einer Naturbahn einfach viel spektakulärer", erklärt Christoph Knauder.













