Der größte Erfolg als Schock
Die Wahl-Villacherin Amelie Solja (20) war beim Tischtennis-Austria-Top-12-Turnier nicht zu schlagen. Für Österreich will sie nun zu Olympia.

Foto © GEPAAmelie Solja
Ich war zuerst echt schockiert und konnte gar nicht fassen, dass ich das zweitwichtigste Turnier in Österreich gewonnen habe. Erst später habe ich den größten Karriereerfolg einfach nur genossen", sagte Amelie Solja nach ihrem Triumph beim Austria-Top-12-Turnier in Wels.
Im Finale deklassierte die Spielerin des TTC Villach die Favoritin Li Qiangbing in drei Sätzen mit 11:6, 11:8, 11:5. "Ich wusste, dass ich in Bestform bin und die Umsetzung an der Platte ist mir gut gelungen", so Solja. Lob gab es auch von TTC-Villach-Chef Werner Feuerabend, der das Match vor dem Fernseher verfolgte: "Ich habe mit ihrem Sieg gerechnet. Amelie hat super gespielt."
Verschnaufpause gibt es für die gebürtige Deutsche - mit Wohnort Villach - keine. Ab Mittwoch ist sie bei den Austrian Open in Schwechat im Einsatz. Dort spielen gleich sieben der Top Ten der Damen-Weltrangliste. Solja steht mittels Wildcard im Hauptbewerb. "Ich freue mich schon sehr auf die Atmosphäre. Da treffe ich Spielerinnen, die ich bewundere und oft im Fernsehen oder Internet anschaue", sagte Solja, die seit April die österreichische Staatsbürgerschaft besitzt. Ihre Oma war Österreicherin, deshalb ging die Einbürgerung rasch über die Bühne. Soljas ganz großes Ziel ist, bei den Olympischen Spielen in London 2012 für Österreich zu spielen. "Aber ich lasse das alles auf mich zukommen. Ich hoffe, es klappt", erklärte die 20-Jährige. Die Möglichkeit zur Qualifikation bietet sich in den nächsten Monaten bei zwei internationalen Turnieren.
Trainingslager in China
Ein Baustein für Soljas Leistungssprung war ein Trainingslager in China im August: "Den Traum, dort zu trainieren, hatte ich schon mit zwölf, jetzt ist er in Erfüllung gegangen." Mangels Trainingspartnern in Kärnten fährt Solja oft nach Linz, wo sie mit Topspielerinnen üben kann.
Die aktuelle Weltrangliste spuckt die Wahl-Kärntnerin auf Platz 132 aus. "Die Top 100 sind das nächste Ziel, auf lange Sicht sollte sich eine Platzierung um 50 ausgehen", sagte Solja, die für Villach stets ein Erfolgsgarant ist.















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