Blake und Bolt sprinteten zu Superzeiten
Fabelzeiten brachte am Freitagabend der Saisonabschluss der Leichtathleten in Brüssel: Yohan Blake lief in 19,26 Sekunden zur zweitschnellsten 200-m-Zeit der Geschichte, Superstar Usain Bolt glänzte über 100 m in 9,76.

Foto © ReutersBolt (links) gratuliert Blake
Jamaikas Sprint-Weltmeister Yohan Blake und Usain Bolt haben sich mit zwei Paukenschlägen von der Leichtathletik-Saison verabschiedet. 100-m-Champion Blake raste am Freitag beim Diamond-League-Finale der Leichtathleten in Brüssel in 19,26 Sekunden zur zweitschnellsten jemals gelaufenen Zeit über 200 Meter, nur Bolt war bei seinem Weltrekord vor zwei Jahren in Berlin (19,19) schneller gewesen. Weltrekordler Bolt gewann die 100 Meter in glänzenden 9,76 Sekunden, was ebenfalls Jahresweltbestzeit bedeutete.
"Die ersten 100 Meter waren nicht so gut, doch die letzten 50 waren einfach verrückt", jubelte der 21-jährige Blake nach seinem Sturmlauf vor rund 40.000 Zuschauern im König-Baudouin-Stadion. Seine bisherige Bestzeit aus dem Jahr 2010 war bei 19,78 gestanden. Auch Vizeweltmeister Walter Dix (USA) legte als Zweiter in 19,53 Sekunden noch eine Weltklassezeit hin. Bolt hatte sich in Daegu/Südkorea WM-Gold in 19,40 Sekunden geholt - diesmal staunte er über die Hammer-Zeit seines Trainingspartners: "Das ist eine große Überraschung für mich."
Mit seiner eigenen Vorstellung war der schnellste Mann der Welt aber auch zufrieden. "Ich wollte die Bestzeit laufen. Ich bin glücklich", sagte Bolt nach dem besten 100-Meter-Sprint im WM-Jahr - und freute sich dann mit Blake. Nach dem kapitalen Fehlstart im 100-m-WM-Finale konnte der 25-jährige Bolt seine Fans wieder etwas versöhnen.
Jeter hochklassig
Auch Weltmeisterin Carmelita Jeter (USA) bot den Fans noch einmal Hochklassiges: Die 31-Jährige machte mit ihrem Sieg in starken 10,78 Sekunden ihren Gesamterfolg in der 100-Meter-Wertung perfekt. Zuvor hatten die Zuschauer auch über 10.000 m ein fulminantes Comeback von Kenenisa Bekele erlebt: 19 Tage nach seinem Ausstieg im WM-Finale gewann der Weltrekordler aus Äthiopien in der Weltjahresbestzeit von 26:43,16 Minuten. Bekele gewann nur 82/100 Sekunden vor dem zweitplatzierten Kenianer Lucas Kimeli Rotich. 800-Meter-Weltmeister David Rudisha siegte zwar standesgemäß in 1:43,96 Minuten. Der Kenianer verpasste seinen Weltrekord aber um fast drei Sekunden.













