Hardee bleibt "König der Leichtathleten"
Trey Hardee verteidigte seinen Titel im Zehnkampf, Oscar Pistorius ist im Halbfinale. Der Äthiopier Kenenisa Bekele gab sein Comeback nach 19-monatiger Verletzungspause.

Foto © APTrey Hardee
Das 100-m-Finale der Männer und sein dramatischer Ausgang stellte am Sonntag bei der WM in Daegu natürlich alles in den Schatten. Trotzdem gab es noch weitere Topleistungen - wie etwa jene von Trey Hardee. Der Amerikaner konnte im Zehnkampf mit 8607 Punkten seinen Titel verteidigen und setzte sich vor Landsmann Ashton Eaton (8505) und dem Kubaner Leonel Suarez (8501) durch.
Mit Spannung verfolgt wurde auch das Comeback des Äthiopiers Kenenisa Bekele nach 19-monatiger Verletzungspause. Er stieg über die 10.000-m-Strecke, die er zuletzt vier Mal in Folge bei Weltmeisterschaften gewinnen konnte, jedoch zehn Runden vor Schluss aus. "Ich war nicht fit und freue mich, dass trotzdem ein Äthiopier gewonnen hat", sagte Bekele, für den sein 22-jähriger Landsmann Ibrahim Jeilan in die Bresche gesprungen ist. Der Junioren-Weltmeister kämpfte auf der Zielgeraden den Briten Mohamed Farah nieder - dessen Silber-Medaille war die erste für Europa auf dieser Strecke seit 1987.
Im windanfälligen und von Fehlversuchen durchzogenen Weitsprung der Frauen genügte der Amerikanerin Brittney Reese der erste und einzig gültige Versuch auf 6,82 m zum erneuten Titelgewinn.
Vorläufig ins Halbfinale schaffte es in 45,39 Sekunden über 400 m der Südafrikaner Oscar Pistorius, der als erster beinamputierter Sportler an einer WM teilnimmt. "Es war phänomenal, heute hier zu laufen", sagte der 24-Jährige, der sich "nicht als Pionier", aber sehr geehrt fühlte. Bester war Titelverteidiger LaShawn Merritt in der Jahresweltbestzeit von 44,35 Sekunden.













