Bernhard Eisel: "Stürze begleiten uns immer"
Für Bernhard Eisel sind die schweren Stürze im Radsport ständige Begleiter. Der Steirer nimmt die Fahrer in die Pflicht.

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Beim Giro d'Italia ist der Belgier Wouter Weylandt auf einer Abfahrt gestürzt und gestorben. Bei der Tour de Suisse liegt der Kolumbianer Juan Mauricio Soler nach einem schweren Sturz im künstlichen Koma.
"Stürze hat es immer gegeben, die begleiten unseren Sport einfach", sagt Bernhard Eisel. Der Steirer hat den Unfall von Soler aus der Nähe miterlebt. "Es war Pech, vielleicht ein Fahrfehler. Man darf auch nicht vergessen: Wir waren zu dem Zeitpunkt rund 75 km/h schnell und unsere Reifen haben eine Auflagefläche, die ist so groß wie ein Daumennagel."
Kleinste Fehler wirken sich da fatal aus. Eisel sieht das Problem vor allem bei den Fahrern. "Bei dem Tempo musst du extrem konzentriert fahren. Sieben Stunden lang ist das aber schwer." Dazu würden die Rennen immer hektischer werden. "Dagegen kann man von außen nichts machen. Die Fahrer müssen besser aufpassen."
Verantwortung auch bei Veranstaltern
Eisel kritisiert aber auch die Veranstalter. "Sie wollen in den Orten oft durch enge Stellen fahren, weil es spektakulär aussieht." Das sei eben gefährlich. Genau so wie Verkehrsinseln, Kreisverkehre und Straßenschilder. "In den Orten wird der Verkehr beruhigt und wir fahren in sehr hohem Tempo Schlangenlinien." Dass sich schwere Unfälle häufen, ist ein Fakt. Aber: "Wenn du ein blaues Auto kaufst, siehst du in der Zeit danach auch fast nur blaue Autos."
Unterdessen gibt es aus dem Spital positive Signale. "Solers Gehirnschwellung ist leicht zurückgegangen - die hatte uns am meisten Sorgen bereitet", sagt Teamarzt Alfredo Zuniga. Eisel blickt trotzdem nach vorne. "Sonst stürzt du selbst auch." Die 7. Etappe der Tour de Suisse beendete er als 103., den Sieg holte sich Thomas de Gendt (BEL). Gesamt führt weiter Damian Cunego, Eisel ist 136.













