Raiders Tirol gegen Berlin um dritte Euro Bowl
Zwei Endspiele warten innerhalb der kommenden neun Tage auf den American-Football-Club Swarco Raiders Tirol.

Foto © GEPASujet
Am Samstag empfangen sie im Finale der Eurobowl XXV. Titelverteidiger Berliner Adler (20.30 Uhr/live ORF Sport Plus), am Donnerstag der kommenden Woche steigt das AFL-Finale um die Austrian Bowl XXVII gegen die Raiffeisen Vikings in Wien (17.00 Uhr). "Wir sind heiß. Wir wollen beide Endspiele für uns entscheiden", sagte Raiders-Running-Back Florian Grein am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Innsbruck. Bereits zweimal, 2008 und 2009, haben die Tiroler "Plünderer" die Eurobowl - gleichbedeutend mit der größten Trophäe im europäischen Amateur-Football (Champions League) - für sich entscheiden. Im Vorjahr war jedoch bereits im Halbfinale Endstation, die Raiders scheiterten mit 27:29 an den Berliner Adlern. "Natürlich spielt da eine gewisse Lust auf Revanche heuer mit", bekannte Grein, der heuer der wichtigste Spieler seines Teams war.
Doch gegen Berlin geht es nicht nur für die Tiroler um Revanche. Die Raiders können auch die Ehre des österreichischen Footballs wieder herstellen, haben die Deutschen doch zuletzt alle vier österreichischen Top-Clubs bezwungen. Nach dem Semifinal-Erfolg über die Raiders besiegten sie im Vorjahres-Finale die Raiffeisen Vikings mit 34:31. Heuer eliminierten die Adler im Viertelfinale Danube Dragons 35:25 und im Halbfinale die Grazer Giants 32:30. Die Tiroler zogen mit einem 41:6 über Amiens Spartiates und einem 13:10 über die Vikings ins Finale ein. Für ein Duo ist es ein besonders emotionales Finale. Bei den Berlinern spielt heuer Tory Cooper als Allrounder, der US-Legionär war im Vorjahr als Running Back der Innsbrucker Publikumsliebling. Andererseits haben die Raiders nun den Deutsche Shuan Fatah als Headcoach in ihren Reihen, er hat in den vergangenen beiden Jahren die Berliner Adler zu Höhenflügen geführt.
"Für mich eine emotionelle, tolle und witzige Geschichte", meinte Fatah. "Aber am Ende des Tages ist meine Person unwichtig, es geht darum, dass die beiden besten Teams Europas aufeinandertreffen." Fatah ist überrascht von den Adlern. "Besonders wenn man bedenkt, welchen Aderlass der Verein hatte. Aber das Management und die Trainer müssen gut gearbeitet haben." Fatah warnte jedenfalls vor dem Finalgegner: "Eine Mannschaft, die bis zur letzten Sekunde kämpft. Aber das habe ich auch den Raiders diese Saison beigebracht."
Raiders-Manager Daniel Dieplinger erwartet sich einen neuen österreichischen Zuschauerrekord im Football. Die bisherige Bestmarke datiert aus dem Jahr 2009, als die Tiroler vor 6.500 Zusehern am Tivoli im Eurobowl-Finale die Raiffeisen Vikings besiegten. "Der Kartenvorverkauf und das Interesse ist groß, wir erwarten über 10.000 Fans", sagte Dieplinger. Die Durchführung des Finales kostet insgesamt 50.000 Euro. Als Trophäe gibt es einen Swarovski-Pokal, der der Vince-Lombardi-Trophy der amerikanischen Superbowl nachempfunden ist. Im Rahmenprogramm werden die Original-Cheerleaders der Oakland Raiders auftreten.













