Wenn Geduld zur elften Disziplin der Saison wird
Auf den Kärntner Roland Schwarzl (30) wartet die längste Freiluft-Zehnkampf-Saison aller Zeiten.

Foto © GEPARoland Schwarzl
Der Konjunktiv kommt im Sport meist zur Anwendung, wenn etwas nicht so läuft wie geplant. Weil Ausnahmen ab und an die Regel bestätigen, segelte der gebürtige Kärntner Zehnkämpfer Roland Schwarzl (30), beim Zehnkampf-Saisonauftakt in Desenzano del Garda (Italien) im Stabhochsprung mit 5,10 Meter gleich zu einer neuen Freiluft-Bestleistung. So weit, so unlustig: "Der Wind war brutal, Spaß hat es keinen gemacht." Schwarzl stieg aus - auch im Hinblick "auf eine unglaublich lange Saison, in der ich mir meine Kraft nach Kräften einteilen muss." Denn: Erst Ende August steht im südkoreanischen Daegu die Leichtathletik-Weltmeisterschaft auf dem Plan. Darum gilt das am kommenden Wochenende stattfindende Meeting in Götzis (Vorarlberg) eher einer Leistungsüberprüfung, denn ihrer Maximierung. "Natürlich ist bei guten Bedingungen alles möglich, geplant ist es aber nicht", sagt Schwarzl, der seit Jahren in Salzburg lebt und für die Union Salzburg startet.
Was mehr zählt als alle Leistungen der bisherigen (Vor-) Saison: Der in den vergangenen Jahren oft von Verletzungen geplagte EM-Zehnte des Jahres 2010 geht schmerzfrei in die Freiluft-Saison. "Muskulär ist alles in Ordnung, einzig in Italien bin ich mit starkem Rückenwind in eine Hürde gelaufen." Schwarzl überstand den Zwischenfall mit kleinen Blessuren. "Mich beschäftigen eher kleine Änderungen im technischen Bereich beim Speer- und Diskuswerfen. Die muss ich Kopf und Körper erst richtig beibringen." Im Hinblick auf die lange Saison gilt aber wohl - nur keine Hektik.













