Testgegner soll ÖHB-Männer für EM-Quali fit machen
Die Augen von Österreichs Handball-Männern sind bereits auf das möglicherweise vorentscheidende EM-Qualifikationsspiel gegen Deutschland am 8. Juni in Innsbruck gerichtet.

Foto © APAMagnus Andersson
Um für die große Chance, sich erstmals aus eigener Kraft für eine EM zu qualifizieren, gerüstet zu sein, versammelt Teamchef Magnus Andersson fast den gesamten Kader ab Samstag zu einem viertägigen Trainingslehrgang in Tulln. Im abschließenden Testspiel gegen die Slowakei kommt es am Dienstag (20.15) in der neuen Tullner Sporthalle zum Duell zweier Gruppen-Erster in der EM-Qualifikation.
Erstmals in der der Ära Andersson, also seit August 2010, bietet sich die Gelegenheit, ohne direkten Qualifikationsdruck zu trainieren. Und weil der Schwede auf das Routiniers-Trio Roland Schlinger, Nikola Marinovic und Kapitän Viktor Szilagyi verzichtet, bekommt auch ein Sextett von Neulingen seine Chance. Dominik Bammer (Kreis, 21 Jahre), die Zwillinge Alexander und Maximilian Hermann (Rückraum, 19), Marian Klopcic (Flügel rechts, 19), Christoph Svoboda (Rückraum, 20) und Raul Santos (Flügel links, 18) wurden erstmals in einen Testspiel-Kader nominiert.
"Da sind Riesentalente darunter", meinte Andersson, "und ich möchte sehen, was für die Zukunft kommt." Der Verband wiederum will solche Gelegenheiten in Zukunft öfters schaffen. "Die Mannschaft ist älter geworden, umso wichtiger ist es für die Jungen, sich im Team einfinden zu können", erklärte Generalsekretär Martin Hausleitner. "Ich freue mich auf neue Gesichter, das war in den vergangenen Jahren nicht so oft der Fall", sagte Berlin-Legionär Konrad Wilczynski, der 2002 als 20-Jähriger in der Auswahl debütiert hatte.
Für Andersson ist das Duell mit der Slowakei aber nur Mittel zum Zweck, die Konzentration gilt bereits dem nächsten Quali-Gegner: "Ich denke derzeit nur daran, was wir gegen Deutschland machen können." Deshalb wird der Coach auch die Tests der DHB-Sieben gegen Norwegen am 16. und 17. April in Rostock und Schwerin vor Ort verfolgen. Für Österreichs Auftritt in der 6.000 Zuschauer fassenden Innsbrucker Olympiahalle sind bereits 3.500 Karten verkauft - "überwiegend nach Österreich", wie Hausleitner erfreut mitteilte.













