Witali Klitschko in Titelkampf von Solis gefordert
Witali Klitschko klettert wie immer siegessicher in den Ring, aber diesmal droht ihm die härteste Gegenwehr seit Jahren. "Das ist einer der stärksten Gegner meiner Karriere", meinte er.

Foto © APOdlanier Solis fordert Witali Klitschko
Klitschko will seinen WBC-Schwergewichtstitel am Samstag (22.45 Uhr/live RTL) in Köln gegen den Kubaner Odlanier Solis verteidigen. Der fast 40-Jährige, der sich fünf Wochen lang in Going (Tirol) vorbereitet hat, kündigte dennoch einen vorzeitigen Sieg an. Auch der in 17 Profikämpfen unbezwungene Olympiasieger Solis, genannt "La Sombra" ("Der Schatten") glaubt an den Erfolg.
Als Klitschko bei einem gemeinsamen Medienauftritt vor dem Kampf seinen K.o.-Sieg ankündigte, ließ er sich vom höhnischen Lachen seines Herausforderers nicht beeindrucken. "Ich bin viel, viel besser. Der Kampf wird nicht über zwölf Runden gehen. Ich werde den Boxfans das präsentieren, was sie sehen wollen - einen K.o.-Sieg", kündigte Klitschko für seinen 14. Titelkampf in der mit 19.000 Zuschauern wohl ausverkauften Arena an. "Ich bin in der Form meines Lebens. Es wird viele Emotionen geben, viel Dramatik und einen klaren Sieg." Auch sein Kontrahent gab eine Prognose ab: "Ich werde in der zwölften Runde gewinnen. Wenn es früher passiert, umso besser."
Gewinnen, egal wie
Der 30-jährige Solis gab sich ansonsten wortkarg und auch sein Promoter Ahmet Öner hielt sich entgegen seinen sonstigen Gewohnheiten zurück. "Ich hoffe, er schafft es. Egal wie, Solis muss gewinnen. Aller guten Dinge sind drei", sagte Öner, der zum dritten Mal mit einem seiner Schützlinge nach der Schwergewichts-Krone greift. Der Kubaner ist mit 1,87 Meter um 13 Zentimeter kleiner als Klitschko, wirkte aber bei seinem jüngsten Kampf mit 118 kg nicht voll austrainiert.
Weil Kubaner unter Fidel Castro nicht ins Profilager wechseln dürfen, hat sich Solis gemeinsam mit dem heutigen Weltmeister Yuriorkis Gamboa und Yan Barthelemy abgesetzt und kam 2006 zu Promoter Öner, der die Boxer in Florida, in unmittelbarer Nähe zur Heimat, unterbrachte. Während Gamboa seinen Weg machte, wurde über Solis zunächst die Nase gerümpft. Erst gab er sich dem "Dolce Vita" hin und legte auf 136 kg zu. Erst sein einstiger Amateur-Trainer und "Ziehvater" Pedro Luis Diaz brachte Solis seit vergangenem November wieder auf Vordermann. Am Samstag will der Techniker Solis gegen das "Kraftwerk" Klitschko seine Chance nützen. Diaz: "Klitschko ist ein starker Boxer. Aber Odlanier ist stärker."













