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Zuletzt aktualisiert: 10.02.2011 um 13:58 UhrKommentare

Gedenken an bei Olympia getöteten Georgier

Mit einer Gedenkminute soll an diesem Samstag beim Weltcup im russischen Paramonowo an den vor einem Jahr bei Olympia tödlich verunglückten Rodler Nodar Kumaritaschwili erinnert werden.

Foto © AP

Dem ersten Todestag des jungen Georgiers werde "in angemessener Weise und in würdiger Form" gedacht, teilte der Rodel-Weltverband (FIL) am Donnerstag mit. Dies geschehe in Absprache mit der Familie des 21-Jährigen, der am 12. Februar 2010 wenige Stunden vor der Eröffnung der Winterspiele in Vancouver beim Training aus der Eisrinne katapultiert und getötet worden war. Nach dem ersten Schock stand damals die Frage nach möglichen Schuldigen im Raum. Doch nach monatelangen Untersuchungen befanden die kanadischen Behörden: Es war ein tragischer Unglücksfall. Auch der Rodel-Weltverband FIL sah eine "unvorhersehbare Verkettung unglücklicher Umstände".

Für den Todessturz wurde kein Schuldiger gefunden - auch wenn alle verantwortlichen Stellen wussten, dass die Bahn in Whistler schneller als ursprünglich geplant war. "Wir prüfen alles", sagte dazu Wachtang Gegelia, Vize-Präsident des Olympischen Komitees von Georgien. "Dann werden wir alles dafür tun, dass alle endlich die Wahrheit erfahren. Und die Wahrheit ist, dass in Vancouver die Sicherheit der Rodler nicht gewährleistet war." Kumaritaschwilis Familie erhielt vom Weltverband sowie vom kanadischen Organisationskomitee VANOC finanzielle Unterstützung. Der Olympia-Unfall ist vor allem Mahnung für die Zukunft. Für neue Bahnen ist nun ein Tempolimit das höchste Gebot - auch für die Olympia-Eisrinne 2014. "Wir haben Sotschi gebeten, bitte sorgt für eine sichere Bahn. Sicherheit ist unser oberstes Gebot", mahnte IOC-Präsident Jacques Rogge. Geplant war Sotschi laut FIL-Präsident Josef Fendt auf ein Tempo von "ein bisschen über 140". Nach dem Whistler-Unfall wurde reagiert: "Tempo 135 ist das Planungsziel, das nicht überschritten werden darf."

Auch ansonsten reagierte der Rodel-Weltverband: Alle Bahnen wurden vor der Saison einem Sicherheitscheck unterzogen. Im Rückblick auf den Todessturz wurden etwa Banden an manchen Kurvenausfahrten erhöht. Doch das Sicherheitsstreben hat Grenzen: "Wenn wir die Bahnen mit meterhohen Banden versehen würden, könnte man unseren Sport nicht mehr verfolgen", erklärte Fendt bereits zum Saisonstart.


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