Judo: Intensiver Winter für Österreichs Elitekämpfer
Der Grand Prix in Abu Dhabi zum Wochenbeginn, der Grand Slam in Tokio im Dezember und das Masters in Baku Mitte Jänner - für Österreichs Judo-Asse Paischer und Filzmoser bringen die nächsten Monate viel Arbeit und Chancen.

Foto © APA I NeumayrLudwig Paischer und Sabrina Filzmoser
In den nächsten zwei Monaten haben Ludwig Paischer und Sabrina Filzmoser die Möglichkeit viele Punkte für die Rangliste zu sammeln. Denn wer zu Olympia 2012 in London will, muss ganz vorne mit dabei sein. In die Vereinigten Arabischen Emiraten entsandte der rot-weiß-rote Verband (ÖJV) sechs Athleten.
Filzmoser ist Dritte der Weltrangliste und führt das bereinigte Olympia-Ranking in der Gewichtsklasse bis 57 Kilogramm an. Sämtliche Turniere von Weltcup (niedrigste Wertigkeit) bis WM (höchste) fließen in die Wertung ein, am Ende zählen die fünf besten Resultate der laufenden sowie der darauffolgenden Periode (bis EM 2012). Platziert sich die Oberösterreicherin in Abu Dhabi, hat sie im ersten Zeitraum bereits fünf Resultate - allesamt Spitzenplatzierungen - erreicht. Der Reihe nach war sie Zweite im Grand Prix von Tunis, Dritte im Grand Slam von Rio, Siegerin im Grand Slam von Moskau und zuletzt Dritte der WM in Tokio.
Die zuletzt im Training zugezogene Platzwunde ist verheilt, die Fäden sind gezogen - Filzmoser trat die Reise am Samstag zuversichtlich an. "Nach dem Master im Jänner schaue ich, wie ich mit den Punkten dastehe", meinte die 30-Jährige, die danach über das weitere Programm bis zur EM entscheiden wird. "Sie könnte dann bis Mai zurückschrauben, das wäre sicher auch gut so", erklärte Nationaltrainer Udo Quellmalz. Die Viertplatzierte der Wahl zu Österreichs Sportlerin des Jahres blickt auf ein äußerst erfolgreiches Jahr zurück, dass ihr neben Bronze bei der WM auch Silber bei der EM einbrachte.
Nicht ganz so glatt ist es für den 29-jährigen Paischer gelaufen. Als Fünfter in Rio, WM-Siebenter und Zweiter im Grand-Prix von Rotterdam hat aber auch der Vizeeuropameister schon dreimal angeschrieben. "Ich merke, dass ich von Woche zu Woche stärker werde. Es beginnt für mich eine sehr intensive Wintersaison", sagte der Salzburger, der ebenfalls genau überlegen wird, was er 2011 vor den Kontinentaltitelkämpfen in Angriff nimmt. "Paris, Hamburg, und, und, und. Da muss man schauen, dass man die richtigen Turniere kämpft und dazwischen das eine oder andere auslässt." Im Golfemirat möchte er sich mit einem Spitzenplatz auch in der Weltrangliste von derzeit Rang fünf in der Kategorie bis 60 Kilogramm verbessern.
Beim gut besetzten Turnier in Abu Dhabi kämpfen Paischer, Filzmoser und Georg Reiter (bis 66 kg) am Montag, Dienstag sind Hilde Drexler (bis 63 kg) und Peter Scharinger (bis 73 kg) im Einsatz, Mittwoch folgt Max Schirnhofer (bis 90 kg). Nach Tokio wird mit Paischer, Filzmoser und dem 23-jährigen WM-Siebenten und EM-Fünften Schirnhofer (36. der Weltrangliste) ein Trio geschickt und vorher und nachher an einem Trainingslager teilnehmen.
Beim Masters in Aserbaidschan sind nur die Top 16 der Gewichtsklassen startberechtigt. Nach der WM (500 Punkte für den Sieg) gibt es beim Masters mit 400 die meisten Zähler einzustreichen, Erfolge bei Grand-Slam sind 300, bei Grand Prix 200 und bei Weltcup 100 Punkte wert.













