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Zuletzt aktualisiert: 15.09.2010 um 22:04 UhrKommentare

Österreicher überzeugten zum EM-Auftakt

Zum Auftakt der Kletter-EM in Imst und in Innsbruck konnten Österreichs Stars überzeugen. Am Mittwochabend wurde die EM in Imst offiziell eröffnet. Anschließend gab es die Medaillenentscheidungen im Speed-Klettern.

Johanna Ernst

Foto © APAJohanna Ernst

Gleich zum Auftakt der Kletter-Europameisterschaften in Imst und Innsbruck hat Österreich seine Vormachtstellung unter den 27 Nationen, die am Start sind, gezeigt. Sowohl bei den Damen (Johanna Ernst und Angela Eiter), als auch bei den Herren (Jakob Schubert und David Lama) erreichten je zwei ÖWK-Athleten den ersten Platz in der Vorstiegs-Qualifikation und zogen souverän in das Halbfinale ein, das am Freitag auf dem Programm steht. Die ersten EM-Titel konnten sich Edyta Ropek (POL) und Sergej Abdrakmanow (RUS) im Speed-Bewerb sichern.

Ernst und Eiter teilten sich in der Quali den ersten Platz mit der Russin Jana Tschereschnewa und strahlten. Besonders Ernst, die nach ihrer schweren Sprunggelenksverletzung nach einer dreimonatigen Pause ihren ersten Wettkampf bestritt, war überglücklich. "Es ist alles perfekt gelaufen. Ich hatte überhaupt keine Schmerzen", sagte die 17-Jährige über ihren Wettkampf. Nun hofft die Titelverteidigerin, dass sie auch das Halbfinale übersteht und im Finale starten darf. "Ein Muss gibt es aber nicht", will Ernst die Tage während der EM genießen, sich nicht unter Druck setzen lassen.

Von der Wand in Imst, die 21,4 Meter hoch und 14 Meter überhängend ist (Gesamtbaukosten 1,4 Millionen Euro), zeigte sich nicht nur Ernst, sondern auch ihre Teamkollegin Eiter begeistert. "Sehr schwer, sehr steil, eine echte EM-Wand", sagte die Lokalmatadorin, deren Ziel klarerweise ebenfalls das Finale ist. "Dann ist alles möglich", kommentierte die 24-jährige routinierte Sportkletterin, die bereits 2005 und 2007 Gold bei Weltmeisterschaften geholt hatte.

Die Damen legten vor

Was die Frauen vormachten, konnten die Männer dann ebenfalls in der Vorstiegs-Qualifikation wiederholen. Mit Schubert und Kletterstar Lama erreichten auch da zwei ÖWK-Athleten den ersten Platz, den sie sich mit sechs weiteren Athleten teilen mussten. "Alles gut gegangen. Die Quali hat gezeigt, dass ich gut drauf bin", war Lama, Boulder-Europameister von 2007, stolz. Auch Schubert zeigte sich zufrieden. "Das ist eine total tolle Wand", streute der Innsbrucker den Organisatoren Rosen.

ÖWK-Teamcoach Heiko Wilhelm, der im Vorfeld mit Medaillentipps vorsichtig war, erhofft sich nun, dass jeweils zumindest zwei Athleten im großen Vorstiegs-Finale starten werden: "Wir haben den Heimvorteil genutzt. Der Austria-Cup und die folgenden Trainingstage brachten doch leichte Vorteile." Jubeln konnte Wilhelm auch über die mannschaftliche Geschlossenheit: Bei den Damen erreichten noch Katharina Posch, Magdalena Röck und Christine Schranz das Halbfinale, bei den Herren Mario Lechner und Max Rudigier.

Bei den ersten Medaillenentscheidungen im Speed-Bewerb hatte Österreich erwartungsgemäß nichts mitzureden. Die Ötztalerin Barbara Bacher wurde 20, der Salzburger Max Rudigier klassierte sich auf Rang 33 und der Niederösterreicher Peter Putz kam über Platz 39 nicht hinaus. Gold bei den Damen ging an Edyta Ropek (POL) vor Ksenia Aleksejewa (RUS) und Natalia Titowa (RUS). Bei den Herren siegte Sergej Abdrakmanow (RUS) vor Stanislav Kokorin (RUS) und Lior Hroza (CZE).

Die Europameisterschaften werden am Donnerstag (09.00 Uhr) mit der Boulder-Qualifikation am Innsbrucker Marktplatz fortgesetzt. Dann greifen auch die österreichischen Boulder-Stars Anna Stöhr und Kilian Fischhuber, die den Weltcup jeweils auf Platz zwei beendet hatten, in den Medaillenkampf ein.


KLETTER-EM

Termin: 15. bis 18. September.

Austragungsorte: Innsbruck und Imst.

Bewerbe: Vorstieg, Speed und Boulder.

Rahmenprogramm: "Tag des Klettersports" (Freitag, 17.9., Innsbrucker Marktplatz).

Teilnehmer: 300 Starter aus 30 Nationen.

Team Österreich: Johanna Ernst (Vorstieg), Angela Eiter (Vorstieg), Anna Stöhr (Boulder), David Lama (Vorstieg), Kilian Fischhuber (Boulder), Jakob Schubert (Vorstieg) u. a.

www.euro-2010.at

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