34. America's Cup geht 2013 mit Katamaranen über die Bühne
Die 34. Auflage des Segelklassikers America's Cup wird 2013 wie erwartet auf 22 Meter langen Katamaranen ausgetragen.

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Das hat der die Regatta organisierende Golden Gate Yacht Club am Montag in Valencia auch zur Freude der beiden Doppelolympiasieger Roman Hagara und Hans Peter Steinacher bekanntgegeben. Erstmals wurde damit die Zweirumpf-Bootsklasse festgeschrieben. Der Austragungsort soll bis Ende des Jahres genannt werden. Favoriten sind San Francisco, Valencia und La Maddalena auf Sardinien.
"Aus unserer Sicht war das natürlich die richtige Entscheidung", sagte Hagara, der mit Steinacher zweimal Olympia-Gold im Doppelrumpfboot Tornado gewonnen hat und seit dieser Saison in der Extreme-40-Serie segelt. Diese Klasse dürfte nun auch die Trainings-Spielwiese für alle künftigen America's Cupper werden, gilt sie doch ab sofort als Vorstufe für den Cup, der auf 70-Fuß-Booten mit "Flügelrigg" und 12-Mann-Besatzung gesegelt wird. "Wir haben auf das richtige Pferd gesetzt", freute sich Hagara, der von der Entscheidung natürlich schon länger wusste. "Wir waren aber zur Verschwiegenheit verpflichtet."
Meilenstein in der Karriere
Die Festlegung auf Katamarane erfolgte, weil Zweirumpf-Boote nach Ansicht der Veranstalter schnellere Rennen ermöglichen. Das kürzere Wettkampfformat die Rennen für Sponsoren attraktiver machen. "Wir glauben, dass ein neues Format und eine neue Bootsklasse den America's Cup an die Spitze unserer Sportart zurückbringt", meinte Russell Coutts, der Generaldirektor von Titelverteidiger BMW Oracle. Man kann mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass Hagara/Steinacher 2013 als erste Österreicher beim America's Cup mitsegeln. Schon bisher hatten Asse von Coutts abwärts immer wieder bei den beiden Österreichern erfolgreich um Rat und Trainingsbegleitung angefragt.
"Sportlich liegen wir also genau richtig", freute sich Hagara. Weil man schon länger von der Entscheidung wisse, sei der Nervenkitzel natürlich nicht mehr ganz so groß gewesen. "Beim America's Cup mitzusegeln wäre ein Meilenstein in unserer Karriere", so Hagara, dem klar ist: "Es gibt nun sicher einige Möglichkeiten für uns, beim nächsten Cup dabei zu sein." Ob sogar mit eigenem Syndikat, wollte Hagara zumindest nicht ausschließen, obwohl das Minimum-Budget für vier Jahre bei 60 Mio. Dollar (46,9 Mio. Euro) liegt. "In Österreich alleine ist das nicht zu machen", ist Hagara klar. Die Organisatoren wollen aber bzgl. des neuen Cups auch eine Entwicklungs- und Testbegrenzung einführen, um die Finanzen nicht komplett ausufern zu lassen. Hagara taugt vor allem das neue Schema, sollen doch künftig an den Booten angebrachte TV-Kameras und Mikrofone für eine einzigartige Live-Atmosphäre sorgen. Hagara: "Das wird ein großer Ruck für den Segelsport."
Der 33. America's Cup war von einem mehr als zweijährigen Rechtsstreit zwischen dem damaligen Titelträger Alinghi sowie BMW Oracle überschattet gewesen. Das technologisch überlegene US-Team setzte sich im Februar vor Valencia schließlich in überlegener Manier 2:0 durch.













