Neuseeländer Wynyard erneut Weltmeister im Holzfällen
Der Neuseeländer Jason Wynyard darf sich weiterhin Weltmeister im Sportholzfällen nennen.

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Er errang beim Einzelwettbewerb der Stihl-Timbersports Series Sportholzfäller-Weltmeisterschaft, die am Samstag erstmals in St. Johann in Tirol ausgetragen wurde, Platz eins. Hinter ihm landete der Deutsche Robert Ebner. Platz drei ging an den Tschechen Martin Komarek. Der Niederösterreicher Josef Laier musste sich mit Rang 15 zufrieden geben. 6.000 Zuschauer verfolgten den Bewerb.
Das Duell wurde erst in der letzten Disziplin "Hot Saw" entschieden. "Das war ein verrückter Wettkampf, ich fühle mich noch ganz merkwürdig, denn es war ein harter Tag, aber ich habe gewonnen. Und das obwohl mir beim Underhand Chop der Griff der Axt gebrochen ist, als ich sie aus dem Holz ziehen wollte. Das habe ich aber mit einer recht guten Zeit von 6,19 Sekunden an der Hot Saw ausgleichen können," meinte Wynyard nach seinem Sieg. Enttäuscht war dagegen Laier: "Das war nicht mein Wettkampftag", meinte er.
Die 16 Athleten mussten sich in insgesamt sechs Disziplinen messen. Drei Bewerbe werden mit einer Axt und drei mit einer Säge bestritten. In der Königsdisziplin, dem "Springboard", müssen die Sportholzfäller Trittbretter in einem senkrechten Holzstamm platziert. Der Athlet muss auf diesen Brettern die Balance halten und einen in rund 2,80 Meter Höhe montierten Holzblock mit einem Durchmesser von etwa 27 Zentimetern zerschlagen. Das verlangt den Teilnehmern neben Schnelligkeit und Kraft auch einen guten Gleichgewichtssinn ab.
Das "Standing Block Chop" simuliert das Fällen eines Baumes mit einer Axt. Hierbei zählt Geschwindigkeit - wie auch bei der dritten Axt-Disziplin, dem "Underhand Chop". Dabei muss ein Baumstamm schnellstmöglich zerteilt werden. Auch die drei Bewerbe mit Säge verlangen den Sportlern einiges ab: Einmal muss mit einer zwei Meter langen Handsäge und zweimal mit einer Motorsäge ein Baumstamm in unterschiedlich große Scheiben geschnitten werden.
"Hot Saw" heißt die Disziplin bei der die Sportler dem Holz mit getunten Motorsägen zu Leibe rücken. Mit bis zu 60 PS starken Kettensägen müssen die Wettkämpfer von einem waagrecht verankerten Stamm drei Scheiben abschneiden. Diese sogenannten Chops müssen innerhalb eines Bereichs von 15 Zentimetern liegen, was mit einer 27 Kilo schweren Motorsäge mit einer Kettengeschwindigkeit von 240 km/h nicht so einfach ist. Diese Spezialsägen werden nur für den Wettkampf verwendet, da allein sie ruhig zu halten, einen enormen Kraftaufwand benötigt. Der Sieger des Mehrkampfs wird aus der Summe der Einzelwertungen ermittelt.
Ihre Wurzeln hat die Stihl Timbersports Series in Kanada, den USA, Australien und Neuseeland. Seit 1985 gibt es Wettkämpfe, in Europa erst seit 2001. In St. Johann sind sie bereits zum zweiten Mal zu Gast. 2008 fand hier bereits die EM statt.













