Keine Cheerleader bei WM-Spielen der Türkei
Das Fehlen der spärlich gekleideten Cheerleaderinnen bei manchen Spielen der Türkei hat auch im säkularen, aber weitgehend muslimischen Gastgeberland der Basketball-Weltmeisterschaft für Aufsehen gesorgt.

Foto © ReutersBei den Spielen der Türkei fehlte die traditionelle Unterhaltungsform
"Sind Cheerleader für Türken nicht erlaubt?", fragte etwa die Website "Gazeteport" am Mittwoch.
Traten die Tänzerinnen aus der Ukraine im Auftaktspiel der Türkei gegen die Elfenbeinküste noch in Erscheinung, so fehlten sie bei den Begegnungen mit Griechenland und Russland. Letztere Partie wurde von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan und seiner Frau besucht. Die religiös-konservative Regierungspartei AKP, der auch Erdogan angehört, hat ihre Wurzeln im politischen Islam, weist die Etikettierung als islamistische Partei aber zurück.
Inoffiziell
Eine Sprecherin des Amts für Jugend und Sport in der Türkei erklärte, sie habe keinerlei Kenntnisse von einem "Cheerleader-Verbot". Gemäß einer mit der Situation vertrauten inoffiziellen Quelle hätten die türkischen Behörden allerdings informell angefragt, die Cheerleaderinnen bei Spielen, die von Politikern der AKP besucht werden, nicht aufs Parkett zu schicken.
Einige Fans des iranischen Teams wendeten der Tanzeinlage bei einem Spiel ihres Teams indes den Rücken zu.













