Sie halten das Schwimmen über Wasser
Sechs goldene Medaillen eroberten die Kärntner bei den Schwimm-Staatsmeisterschaften. Dank der Arbeit von vier Herren, die für den Sport alles tun.

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Sechs Goldmedaillen eroberten die Kärntner Damen und Herren bei den Schwimm-Staatsmeisterschaften in Bad Radkersburg. Damit ist unser Bundesland die Nummer drei in Österreich. Geht es um die Trainings- und Wettkampfbedingungen, so ist Kärnten das absolute Schlusslicht. Unter dem Aspekt betrachtet, ist das Abschneiden von Lisa Zaiser, Christian Zluga & Co. überragend. Möglich machen das die Leistung und Einstellung der Damen und Herren und der Einsatz von vier Männern, die das Schwimmen über Wasser halten:
Walter Mörtl (SV Sparkasse Wolfsberg), Ferdinand Kendi (SV Volksbank Spittal), Klaus Brandstätter (SV Wörthersee) und Bogat Bognar (SV Europartner St. Veit). Das Quartett tut für seinen Sport alles. "Jeder von uns muss zu bestimmten Zeiten ins Ausland pendeln, um ordentlich trainieren zu können. Die Athleten und wir sitzen dann 90 Minuten im Auto, um 120 Minuten arbeiten zu können. Die Aktiven und wir zahlen dazu, damit wir irgendwo Trainieren oder an Meisterschaften teilnehmen können", verraten Brandstätter, Mörtl und Kendi.
Zornesröte
Im Angesicht der erreichten Meistertitel steigt vor allem Brandstätter die Zornesröte ins Gesicht, wenn er an die 550.000 Euro Zuschuss der Stadt Klagenfurt an Austria Klagenfurt denkt: "Wenn wir auch nur eine anständige Trainingsstätte hätten, könnten die Kicker jede Summe kassieren, da ich nichts gegen Fußball habe. Mit 550.000 Euro könnten wir vier Vereine fünf Jahre sehr gut leben."
Vor allem dem Nachwuchs würde das sehr helfen. Insgesamt 250 Kinder üben bei den vier Klubs den Schwimmsport aus. Daher ist die Bitte Kendis mehr als verständlich: "Ich flehe die Politik an, ein Landesleistungszentrum zu errichten und einen hauptamtlichen Trainer zu installieren. Das muss doch wohl möglich sein."













