Wrolich hat auch mit 36 noch Spaß - Zukunft als Profi aber offen
Auch mit 36 Jahren hat Peter Wrolich noch Spaß am Radsport.

Foto © APAPeter Wrolich
Dennoch könnte die derzeit laufende Österreich-Rundfahrt eines der letzten Rennen des Kärntners sein, denn sein Vertrag beim deutschen ProTour-Rennstall Milram läuft mir Jahresende aus und er denkt deshalb über das Karriereende nach. "Der Sport macht mir nach wie vor Spaß. Ich tue derzeit nichts lieber, als Rad zu fahren, aber natürlich mache ich mir auch Gedanken über die Zukunft. Ich habe einige interessante Gespräche geführt. Es gibt mehrere Möglichkeiten, eine davon ist das Ende meiner Karriere", erklärte Wrolich.
Forcierung der Jugendarbeit
Details zu den anderen Optionen wollte der zweifache Familienvater nicht preisgeben, es handle sich jedenfalls um Angebote aus dem Ausland. In einigen Wochen wolle er sich entscheiden, ob er nach zwölf Profijahren aufhört. Als Funktionär bleibt Wrolich dem Radsport ohnehin noch länger erhalten, er ist seit Jahresbeginn Präsident des Kärntner Landesverbandes. Die Forcierung der Jugendarbeit ist dabei in Zukunft eines seiner Hauptanliegen. Unabhängig davon ob seine Karriere als Profi noch weitergeht, will er nach der Nichtnominierung für die Tour de France eine ansprechende Österreich-Rundfahrt bestreiten und dann im Herbst bei der Weltmeisterschaft in Australien Bernhard Eisel zu einem Spitzenplatz verhelfen. "Wir haben mit Bernie Eisel einen, der ganz vorne mitfahren kann", bekräftigte Wrolich. Zuvor wird sich der Routinier bei seiner erst zweiten Ö-Rundfahrt als Profi wie so oft in den Dienst der Mannschaft stellen und vorrangig für Teamkollegen arbeiten. Gelegenheit zu einer eigenen Attacke bietet sich für den Sprinter nach drei Bergetappen nur noch auf den Teilstücken fünf, sechs und acht. "Klar will auch ich in den Sprints auf mich aufmerksam machen", betonte der Routinier.
Auch bei der Tour de France hätte er sich gerne wieder in dieser Rolle gesehen. Milram verwehrte Wrolich aber seine sechste Tour-Teilnahme. "Das Team hat sich anders entschieden, das ist abgehakt. Wirklich gerechnet habe ich mit einer Nominierung aber ohnehin nicht", gestand Wrolich, der vor fünf Jahren für das mittlerweile aufgelöste Team Gerolsteiner auf einer Tour-Etappe Platz zwei belegt und damit seinen größten Karriere-Erfolg verbucht hatte.













