Zweite Garnitur gegen junge Wilde
In Dornbirn startet heute die 62. Internationale Österreich- Rundfahrt. Glockner-Auffahrt wieder über Kärntner Seite.

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Als 1949 der Startschuss für die erste Österreich-Rundfahrt erfolgte, stiegen gerade einmal 49 Radfahrer aus drei Nationen, ausschließlich Amateure, auf das, was man früher Räder nannte. Metallene Ungetümer mit Felgen so groß wie Traktorreifen, der Rahmen gerade notdürftig zusammengeschweißt.
Das Rad der Zeit hat sich weitergedreht und wenn heute in Dornbirn die 62. Auflage der "Tour d'Autriche" ins Rollen kommt, erscheint die antiquarische Szenerie von damals in einem völlig anderen Licht. Denn die Österreich Radrundfahrt hat sich in den letzten Jahren profiliert und sich zu einer verkürzten alpenländische Version der "Grande Boucle", der Tour de France entwickelt.
Während die "Einser-Garnitur" der Pro-Tour-Teams sich in Frankreich abstrampelt, profitiert Tour-Chefin Ursula Riha vom Luxusproblem vieler Teams, nicht all ihre Stars im Neunmanntourkader für die große Schleife untergebracht zu haben. Klingende Namen scheinen auf der Startliste auf und die "Ausgemusterten" sind in Österreich immer noch erste Wahl. Columbia-Sprinter André Greipel, mit 13 Saisonsiegen erfolgreichster Mann der Saison, geht auf heimischem Terrain "sehr gerne sogar" auf Etappenjagd, wie er versichert.
Topstars am Start
Ebenso wie Milram-Sprinter Robert Förster oder der italienische Sprintstar Danilo Napolitano. Stijn Devolder, seines Zeichens Flandernrundfahrt-Gewinner, Tour de Suisse-Gesamtsieger und Titelverteidiger Michael Albasini, die Tour de France-Etappensieger Vladimir Gusev, Filippo Pozzato und Pieter Weening oder Ex-U23-Weltmeister Markus Fothen, Ein "Who is Who" des internationalen Radsportgeschäfts also.
Demgegenüber steht eine junge, ambitionierte Riege österreichischer Profis. Der erst 20-jährige Vorarlberger Matthias Brändle (Footon-Servetto), im Vorjahr bei seinem Tour-Debüt auf Anhieb Gesamtachter und Stefan Denifl (Cervelo Test Team) gehen auf eine Top-Ten-Platzierung los. Der Kärntner Christoph Sokoll rechnet sich auf der einen oder anderen Etappe ebenso gute Chancen aus. .
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Als Novum hat das Organisationsteam eine U25-Wertung des besten Jungprofis aus der Taufe gehoben. Und noch ein Highlight steht heuer wieder auf dem Programm - eine Etappenankunft am Großglockner.
Erstmals seit 2000 kommt es am Mittwoch wieder zur Glockner-Auffahrt über die Kärntner Seite. Bis zum großen Finale am Sonntag in Wien sind 1143 Kilometer in acht Etappen herunterzuspulen, gespickt mit zwei Bergankünften.













