Denifl fordert bei Ö-Rundfahrt Devolder und Co.
Die Österreich-Radrundfahrt hat neben einer attraktiven Streckenführung samt Bergankünften am Kitzbüheler Horn und Großglockner mit Filippo Pozzato, Stijn Devolder oder Andre Greipel auch internationale Stars zu bieten.

Foto © GEPAStefan Denifl
Leider wurde die Veranstaltung aber auch von Dopingschlagzeilen eingeholt: Gegen drei Fahrer des österreichischen Teams KTM Gebrüder Weiss wurden Verfahren eingeleitet.
Ungeachtet der Negativmeldung verspricht die Rundfahrt, die ab Sonntag von Dornbirn aus über 1.444 km und acht Etappen durch acht Bundesländer nach Wien rollt, ein Leckerbissen für Radsportfans zu werden. Die spektakulären Bergankünfte und das teils hochkarätige Teilnehmerfeld versprechen Spannung. Der Schweizer Michael Albasini tritt als Titelverteidiger an, und die Österreicher sind auf Wiedergutmachung aus. Gab es doch im Vorjahr zum erst zweiten Mal nach 1996 keinen Tagessieg für Rot-Weiß-Rot, ja es reichte erstmals in der Renngeschichte nicht einmal für einen Top-Drei-Rang.
Im Gesamtklassement gilt der Vorjahres-Achte Stefan Denifl als erster österreichischer Anwärter auf einen Spitzenplatz. Der 22-jährige Tiroler lieferte in seinem laufenden ersten Profijahr im Ausland für den Schweizer Rennstall Cervelo bereits starke Rennen ab und sollte es in den Bergen mit den Besten aufnehmen können. Der Stubaitaler gibt sich aufgrund seiner heuer bereits absolvierten vielen Renneinsätze aber zurückhaltend. "Die Rundfahrt ist schwer und gut besetzt. Um die Positionen 3 bis 10 sollte ich aber schon dabei sein", sagte das Nachwuchstalent im Gespräch mit der APA.
Drohte die Rundfahrt aufgrund ausbleibender Sponsorengelder nach den Negativschlagzeilen um Bernhard Kohl im vergangenen Jahr auszufallen, so kam am Donnerstag noch das Startverbot für die KTM-Gebrüder-Weiss Fahrer Josef Kugler, Michael Knopf und Hannes Gründlinger dazu. Die Nationale Anti-Doping-Agentur leitete wegen vermuteter Doping-Verstöße ein Verfahren ein. Das Trio wurde von der NADA zwar nicht suspendiert, die Rundfahrtveranstalter, der Österreichische Verband und der betroffene Rennstall aus Oberösterreich beschlossen aber ein Startverbot für den Bewerb.













