Altstars auf dem Weg zum 18. Titel
Am Donnerstag heißt es in Amerika: Bühne frei für den Finalklassiker zwischen den Los Angeles Lakers den Boston Celtics - ein Traditionsduell um die NBA-Krone.

Foto © APA/ArchivbildTitelverteidiger gegen Rekordmeister
Im Baseball gibt es das Duell New York Yankees gegen Boston Red Sox, im Football gab es früher San Francisco 49ers gegen Dallas Cowboys. Im Basketball ist es Los Angeles Lakers gegen die Boston Celtics " THE FINAL" der National Basketball Association (NBA). Das Erste gab es 1959, Boston hat es gewonnen, wie alle sechs weiteren, als die Lakers schon längst an die Westküste umgezogen waren. Jerry West spielte damals für Los Angeles. Seine Silhouette ziert heute noch das NBA-Logo (links). West hat die Celtics gehasst. Er hat sich sogar geweigert, jemals ein Kleidungsstück in grüner Farbe zu tragen. Es folgte das Duell "Magic" Johnson gegen Larry Bird. Und so taugte ein Endspiel zur Legendenbildung wie jedes andere.
Für die amerikanischen Medien ist freilich das zwölfte Duell das allzeitgrößte. In L.A. wurden riesige Poster der Lakers-Stars Bryant oder Gasol in martialischen Posen aufgehängt, das gründe Kleeblatt zertrümmernd, auf allen Sportsendern wie ESPN laufen Finalspiele, werden Anekdoten erzählt, Highlights hervorgekramt.
Das zwölfte Finale soll der vielleicht letzte Höhenflug der alternden Stars von der Ostküste sein. Kevin Garnett wurde soeben 34. An seiner Seite hat er Paul Pierce (32) oder Ray Allen (35). Und wenn Garnett verschnaufen muss, löst ihn ein gewisser Rasheed Wallace ab, auch schon 36 Jahre alt.
Alt besiegte Jung
Die alternden Stars haben auf dem Weg ins Finale gleich drei Teams mit ganz jungen Superstars ausgeschaltet. Zuerst Miami mit Dwyane Wade, dann Cleveland mit LeBron James und sie beendeten den Zauber der Orlando Magic mit Dwight Howard.
In 1159 Spielen sind Garnett, Pierce, Allen Wallace zusammengewachsen. Nach einigen unschönen Auseinandersetzungen haben sich auch die über 30-Jährigen mit den Jüngeren im eigenen Team arrangiert, auch mit dem 24-jährigen Spielmacher Rajon Rondo. Garnett und Co sind auch keine Alleinunterhalter mehr, haben den Egoismus vergraben und glänzen als Team. Das macht Boston gefährlich.
Die Spielweise der Lakers und der Celtics ist ähnlich. Und Trainer Phil Jackson, der Meistermacher der Chicago Bulls um "His Airness" Michael Jordan, hat aus dem Egozentriker Kobe Bryant auch einen Teamspieler geformt. Die Mannschaft steht im Vordergrund.
Features
Im Fernsehen
Sky Sport überträgt die Finalserie (Best-of-seven) live - das erste Spiel startet um 01:00 Uhr nachts.













