Roland Schwarzl geht bis ans Limit
Zehnkämpfer Roland Schwarzl erbrachte bereits beim Saisondebüt das EM-Limit.

Foto © APARoland Schwarzl
Erinnerungen lassen sich nicht so leicht löschen, das hat Roland Schwarzl gelernt - und auch, mit ihnen umzugehen. Denn die 7789 Punkte, die der in Osttirol geborene, in Kärnten aufgewachsene und in Salzburg gereifte Zehnkämpfer beim Saisondebüt in Desenzano (Italien) hinlegte, waren alles, nur eines nicht - Zufall. "Seit meiner Verletzung bei der WM in Berlin trainiere ich anders, bewusster, besser", glaubt Schwarzl, der mit seinem Ergebnis die EM-Norm von 7725 Punkten deutlich überbot und sich damit für die Europameisterschaften in Barcelona (27. Juli bis 1. August) qualifizierte.
"Man streicht Verletzungen nicht einfach so aus seinem Gedächtnis, aber ein so guter erster Wettkampf motiviert natürlich zusätzlich, vor allem weil er mir trotz der widrigen Bedingungen gelungen ist", fasst es Schwarzl zusammen und meint damit böige Winde und den regenverhangenen Himmel, der den Athleten zu schaffen machte: "Vor allem im Stabhochsprung wurden praktisch alle vom Winde verweht." Einzig der Gewinner, der US-Amerikaner Jake Arnold (8141), konnte sich mit den Bedingungen anfreunden.
Blick auf Götzis
Als nächster Saisonhöhepunkt steht für den 29-Jährigen bereits der Klassiker in Götzis (29. bis 30. Mai) auf dem Programm, danach folgt das Fortuna-Mehrkampfmeeting im tschechischen Kladno (15. und 16. Juni). "Für mich ist wichtig, dass ich eine Saison über gesund bleibe und mich auf Barcelona hin vorbereiten kann", sagt Schwarzl, dessen Kärntner Landsmann Andreas Rapatz (800 m) ebenfalls das Limit für die EM erbracht hat. Schwarzls wehmütiger Nachsatz: "Schade, dass es in Kärnten keine Trainingsmöglichkeit gibt."













