Prozess um ÖSV-Mitglieder geht am Dienstag weiter

Foto © APA
Der im Oktober begonnene Prozess gegen zehn aktuelle und ehemalige Vertreter des ÖSV wegen des Dopingskandals bei den Olympischen Winterspielen 2006 in Turin wird am Dienstag in Italien fortgesetzt. Vor dem Gericht in der piemontesischen Stadt Susa werden keine Zeugen, sondern wie unter Staatsanwalt, Verteidigung und Richterin Alessandra Danieli vereinbart vorerst nur die Sachverständige angehört.
Die Turiner Staatsanwaltschaft wird Parteigutachten der gerichtsmedizinischen Abteilung der Universität Genua vorlegen. Dieses Gutachten bestand in genetischen DNA-Untersuchungen von Substanzen, die im Laufe von Durchsuchungen in San Sicario und Pragelato beschlagnahmt worden waren.
Ferner sollten die technischen Gutachter feststellen, ob das genetische Profil der beschlagnahmten Substanzen den von den Athleten während der Olympischen Winterspiele 2006 in Turin abgegebenen Urinproben zugeordnet werden kann. Die Staatsanwaltschaft will außerdem ein Parteigutachten vorlegen, das die Feststellung der Blutgruppen zum Gegenstand hatte. Dieses ist laut der Verteidigung in wissenschaftlicher Hinsicht sehr fraglich.
"Unser Gutachter sind zum Schluss gekommen, dass in den von der Staatsanwaltschaft Turin angeordneten Sachverständigengutachten der Beweis für die Einnahme von Dopingmitteln nicht erbracht wurde. Ferner wurden keine Dopingspuren in den gesicherten Flüssigkeiten gefunden. Es wird daher eine sehr technische Verhandlung werden", meinte ÖSV-Chef Schröcksnadels Verteidiger Wolfgang Burchia.
Angeklagt sind neben Schröcksnadel und Markus Gandler auch Ex-ÖSV-Coach Walter Mayer, der ehemalige Langlauf-Cheftrainer Emil Hoch, der Sportmediziner Peter Baumgartl, sowie die Ex-Biathleten Wolfgang Perner und Wolfgang Rottmann und die Langläufer Martin Tauber, Johannes Eder und Jürgen Pinter.













