Nun plant Gradwohl einen Weltrekord
Eva-Maria Gradwohl hat mit ihrem vierten Sieg in Folge beim Linz-Marathon in 2:34:10 Stunden auch das Limit für die EM Ende Juli in Barcelona (2:37:00) klar unterboten.

Foto © APASteirerin mit EM-Limit
Die Steirerin hatte schon im November in Florenz mit 2:35:41 Stunden geglänzt, doch die Strecke wies ein zu großes Gefälle auf, die Leistung wurde vom österreichischen Verband nicht anerkannt.
Und auch am Sonntag gab es für Gradwohl eine Schrecksekunde. Besser gesagt eine Schreckminute. "Bei Kilometer 20 bekam ich mein Getränk, doch es war diesmal viel zu viel Magnesium dabei. Die Mischung hätte bei heißem Wetter gepasst. Es war aber saukalt, es hatte in Linz nur fünf Grad", schildert die Steirerin.
"In meinem Magen begann es fürchterlich zu rumoren. Jeder Schritt wurde zur Qual. Ich musste einen Boxenstopp einlegen", erzählte Gradwohl im Ziel. Soll heißen, die Linz-Siegerin musste eine Toilettenpause einlegen . . .
"In Folge hat aber alles gepasst. Auch das Wetter spielte bei der Limit-Jagd mit. Die Wettervorhersage in Linz war eine Katastrophe. Der Graupelschauer kam zum Glück erst, als ich bereits im Ziel war", freute sich die 37-Jährige, die in Linz vom Veranstalter und den Fans "wie eine Prinzessin behandelt wird."
375 Kilometer
Bis zur EM plant Gradwohl jetzt nur einen Wettkampf - einen Weltrekordversuch. "Für den 24-Stunden-Lauf Anfang Juli in Irdning habe ich eine Staffel mit 24 feschen Damen auf die Beine gestellt. Während des Rennens entsteht ein Kalender, dazu wollen wir für einen neuen Weltrekord sorgen. Der steht bei 350 Kilometern, wir wollen 375 Kilometer laufen".
Zurück nach Linz: Bei den Herren hieß der Sieger Jason Mbote. Der kenianische Favorit gewann in 2:13:20 Stunden. Der Oberösterreicher Christian Pflügl durfte sich in starken 2:16:58 Stunden über Platz zwei freuen. Das EM-Limit verpasste er nur um 58 Sekunden, Österreich wird aber in Barcelona eine Marathon-Mannschaft starten lassen. SIGI PALZ













