Das olympische Manko
Österreich ist wer. Im Wintersport. Um genau zu sein, steht die Alpenrepublik bei den Winterspielen von 1960 bis 2010 auf dem sechsten Platz, wenn nach Medaillen gerechnet wird.

Foto © GEPAMichael Wenzel
Und doch ist nicht alles eitel Wonne. Denn eine Analyse all dieser Winterspiele, durchgeführt von Marcus Hudec von der Fakultät für Informatik der Universität Wien und Michael Wenzel vom Österreichischen Olympischen Komitee (ÖOC) deckt auch Mankos auf. Etwa dass die Leistungen aus rot-weiß-roter Sicht in den Schneesportarten durchaus beeindrucken, aber abseits vom alpinen und dem nordischen Schisport sowie dem Rodeln weit weg von der Weltklasse sind. "Aus der Analyse geht vor allem hervor, dass man den traditionellen Vorsprung in den Eissportarten teilweise verspielt hat, aber bei den neuen Sportdisziplinen wie Freestyle und Snowboard den Entwicklungsvorsprung nutzen konnte", heißt es in der Analyse.
Das zweite Detail, das ins Auge sticht: Während das Internationale Olympische Komitee zunehmend versucht, den Frauen denselben Stellenwert wie den Männern einzuräumen, hinkt Österreich hinterher. Während der Gesamtanteil der Frauen international 2006 auf knapp 40 Prozent stieg, stagnierte er in Österreich bei knapp 25 Prozent. Erst 2010 waren auch in Österreichs Team 35 Prozent Frauen.













