Blinder Langläufer McKeever bei Olympia-Langlauf
Der blinde kanadische Ski-Langläufer Brian McKeever schreibt Wintersport-Geschichte: Der 30-Jährige ist der erste Sportler, der bei Olympischen Winterspielen und den Paralympics im selben Jahr antritt.

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McKeever wurde für das Olympia-Team der Gastgeber in Vancouver nominiert und will am 28. Februar, dem letzten Wettkampftag der Winterspiele, über 50 km klassisch antreten.
Bei den Paralympics 2002 und 2006 hatte er mit seinem Bruder Robin als Begleiter sieben Olympia-Medaillen, darunter vier in Gold, gewonnen. Nur zehn Prozent seiner Sehkraft sind geblieben, seit bei ihm im Alter von 19 Jahren die Stargardt-Krankheit diagnostiziert wurde. Diese seltene Netzhauterkrankung der Augen - benannt nach dem deutschen Arzt Karl Stargardt - zerstört die Stelle des schärfsten Sehens, die Makula. Mit 21 galt Brian McKeever offiziell als blind, nur ein peripheres Sehen ist noch möglich. Seine Langlauf-Karriere wollte er aber nie aufgeben.
"Ganz ehrlich, es ging mir wirklich nur darum, das Beste aus mir herauszuholen", lautete der bescheidene Kommentar von McKeever nach seiner Nominierung für das kanadische Olympia-Team. "Okay, nun werde ich der erste sein, der an beiden Winterspielen teilnimmt. Wenn das die Vorstellungskraft der Menschen anregt und ihnen zeigt, was Paralympioniken schaffen können, dann ist das gut so."
Im Februar und März wird für den Mann aus Canmore (kanadische Provinz Alberta) in den Loipen von Whistler nun ein Traum wahr. McKeever hofft auch noch auf einen Start über 15 Kilometer. Da er nur Schatten und Umrisse wahrnehmen kann, muss der 30-Jährige anderen Läufern in der Loipe folgen. Zugleich will er sich auf sein Gedächtnis verlassen: McKeever prägt sich die Strecke vorab sorgfältig ein und lernt schwierige Passagen wie etwa temporeiche Abfahrten auswendig.













