Singapur: Rogan über 200 m Lagen disqualifiziert
Kurzbahn-Weltrekorde gelengen Marshall, Alshammer und Meaklim. Van der Burgh und Hardy sind Gesamtsieger.

Foto © ReutersZu weit getaucht: Markus Rogan
Der Wiener Markus Rogan ist am Sonntag beim Ausklang des Kurzbahn-Weltcups der Schwimmer in Singapur über 200 m Lagen im Vorlauf disqualifiziert worden. Dem OSV-Star, der das nach den Wenden geltende 15-m-Tauchlimit gerne ausreizt, passierte das ebenso wie dem tunesischen 1.500-m-Kraul-Olympiasieger und -Weltmeister Oussame Mellouli, der neben ihm schwamm. Über 200 m Rücken hatte Rogan schon am Vortag auf ein Antreten verzichtet.
So dominierte Neo-Weltrekordler Arkadij Wjatschanin den Endlauf nach Belieben, blieb in 1:46,41 Minuten nur drei zehntel Sekunden über seinem eine Woche davor in Berlin fixierten Weltrekord. Der Zweitplatzierte hatte auf den Russen 7,88 Sekunden Rückstand. Die 200 m Lagen gingen schließlich in 1:52,49 an den Südafrikaner Darian Townsend, Rogans österreichischer Rekord steht seit 17. Oktober bei 1:53,69.
Drei Weltrekorde
Der Finaltag brachte drei Weltrekorde. Rogans US-Trainingspartner Peter Marshall verbesserte seine elf Tage alte Weltbestmarke über 50 m Rücken um 12/100 auf 22,61. Die Schwedin Therese Alshammar drückte ihren gleich alten Weltrekord im Delfinsprint um 8/100 auf 24,38 und die Südafrikanerin Kathyrn Meaklim war über 400 m Lagen in 4:22,88 Minuten überraschend gleich um 2,18 Sekunden schneller als die Spanierin Mireia Belmonte Garcia am 14. Dezember 2008 im EM-Finale von Rijeka.
Die Gesamtsiege im fünf Stationen umfassenden Kurzbahn-Weltcup gingen an den Südafrikaner Cameron van der Burgh und die US-Amerikanerin Jessica Hardy, ebenfalls Trainingspartnerin Rogans. Der tritt nun von Freitag bis Sonntag beim Ströck-Qualifying im Wiener Stadthallenbad an, die einzige österreichische Qualifikationsmöglichkeit für die EM vom 10. bis 13. Dezember in Istanbul.













