Pacquaio erster Boxer mit sieben WM-Titeln in sieben Klassen
In Las Vegas deklassierte er am Samstag den WBO-Titelhalter im Weltergewicht, Miguel Cotto aus Puerto Rico. Der Ringrichter brach den einseitigen Kampf in der zwölften Runde ab.

Foto © APManny Pacquiao
Als erster Boxer hat der Philippino Manny Pacquiao sieben WM-Titel in sieben verschiedenen Gewichtsklassen gewonnen.
Für den 30-jährigen Pacquiao, der den Spitznamen "Pacman" trägt, war es der 50. Sieg seiner Profikarriere bei zwei Niederlagen. Auf den Philippinen, deren 92 Millionen Einwohner während des Kampfes fast durchwegs an TV-Geräten oder am Radio hingen, gilt Pacquiao längst als "bester Boxer der Geschichte". Der Elektrizitätsverbrauch stieg während des Kampfes landesweit um fast 13 Prozent.
Vorbildwirkung
Selbst Staatspräsidentin Gloria Arroyo gratulierte und bezeichnete die Leistung des Boxer als "Inspiration für die philippinische Jugend". Box-Promoter Bob Arum, der schon mit Muhammad Ali, Sugar Ray Leonard und Marvin Hagler gearbeitet hat, hält Pacquiao für den "besten Boxer den ich jemals gesehen habe."
In einem WBA-Rahmenkampf im Halbmittel avancierte der angehende Rabbi Yuri Foreman zum ersten israelischen Box-Weltmeister durch einen einhelligen Punktesieg gegen Titelverteidiger Daniel Santos aus Puerto Rico. Der 28-jährige Foreman ist in Weißrussland geboren, nach Israel emigriert und lebt in Brooklyn.
Ergebnisse Box-WM-Meeting in Las Vegas: WBO-WM - Welter (bis 66,7 kg): Manny Pacquiao (PHI) s. Miguel Cotto (PUR/TV) durch Abbruch in der 12. Runde WBA-WM - Halbmittelgewicht (bis 69,583 kg): Yuri Foreman (ISR) s. Daniel Santos (PUR/TV) nach Punkten













