Fast ein Kärntner "Nationalteam"
Um 10.30 Uhr fällt der Startschuss für das Straßenrennen der Herren-Elite bei der WM in Mendrisio/SUI. Österreich wird durch den Tiroler Trampusch sowie den Kärntnern Wrolich und Sokoll vertreten.

Foto © GEPAPeter Wrolich
Während Wrolich bereits zum sechsten Mal WM-Luft schnuppert, betritt Christoph Sokoll Neuland. Erst durch die Absage von Thomas Rohregger, dem ein Abszess am Gesäß einen Strich durch die Rechnung machte, kommt der 23-Jährige Lavanttaler zu seinem ersten WM-Einsatz in der Eliteklasse. "Das ist etwas einzigartiges, das Nonplusultra für jeden Radprofi", so Sokoll, der aber ohne Druck startet. Das ÖRV-Aufgebot gilt nämlich auf dem 263 Kilometer langen Rundkurs (4.655 Höhenmeter) als klarer Außenseiter, wird gegen die großen Rad-Nationen wie Italien oder Spanien, die jeweils neun Fahrer ins Rennen schicken, wohl wenig ausrichten können. Wrolich: "Wir sind drei Einzelkämpfer, da keinem von uns der selektive, schwere Kurs wirklich auf den Leib geschneidert ist. Auf jeden Fall wollen wir uns ordentlich verkaufen."
Titelverteidiger ist der Italiener Alessandro Ballan, der ebenso zum Favoritenkreis zählt wie sein Landsmann Damiano Cunego, Zeitfahr-Weltmeister Fabian Cancellara oder der dopingverdächtige Alejandro Valverde, der erst gestern von der UCI eine Starterlaubnis erteilt bekam.













