Dutzende Tote nach Selbstmordanschlag in Pakistan
Bei einem Selbstmordanschlag im Nordwesten Pakistans sind nach verschiedenen Angaben bis zu 33 Menschen getötet worden. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, wurden mehr als 60 weitere Menschen verletzt, als der Täter auf einem Basar in der Stadt Kohat ein Auto in die Luft sprengte. Pakistans Regierungschef Yousuf Raza Gilani verurteile den "feigen Terrorakt".
Der Fahrer eines mit Sprengstoff beladenen Jeeps rammte nach Polizeiangaben an einem Busbahnhof für Überlandbusse ein anderes Auto. Mehrere Opfer wurden bei der Explosion unter den Trümmern einstürzender Geschäfte begraben. "Hier herrscht Chaos." Ein hochrangiger Verwaltungsangestellter sagte, 25 bis 33 Menschen seien getötet worden. Ein Polizeisprecher sprach jedoch von nur 14 Todesopfern. Andere Behördenvertreter gaben die Zahl der Toten allerdings nur mit zehn an.
Zu der Tat bekannte sich eine den radikal-islamischen Taliban nahestehende sunnitische Extremistengruppe. Ein Sprecher der Gruppe erklärte gegenüber pakistanischen Medien, der Angriff sei aus "Rache" für den Mord an einem sunnitischen Geistlichen verübt worden. In Pakistan kommt es immer wieder zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen Schiiten und der sunnitischen Bevölkerungsmehrheit. Etwa 80 Prozent der mehr als 150 Millionen Pakistaner sind Sunniten. Die Region Kohat grenzt an die halbautonomen Stammesgebiete zu Afghanistan. Diese gelten als Hochburg der Taliban.
Die pakistanischen Streitkräfte meldeten unterdessen weitere Fortschritte bei ihrer Offensive gegen Talibankämpfer im Swat-Tal. Mehr als 1.800 Islamisten sollen getötet worden sein. Der Ring um den Taliban-Führer im Swat-Tal, Maulana Fazlullah, soll sich immer enger ziehen.













