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Zuletzt aktualisiert: 11.09.2009 um 12:51 UhrKommentare

Markus Rogan setzt seine Profi-Karriere fort

Der Schwimm-Star, dessen Sponsorvertrag mit Raiffeisen wackelt, bleibt dem Schwimmsport erhalten und will noch einmal durchstarten.

Markus Rogan

Foto © GEPAMarkus Rogan

Markus Rogan will schwimmerisch noch einmal durchstarten. Der 27-Jährige ließ am Freitag via Presseaussendung verlauten, dass er in Los Angeles/Kalifornien auf höchst professionellem Niveau wieder das Training aufgenommen hat und schon im Herbst beim Kurzbahn-Weltcup wieder in Aktion treten will. Die Vorbereitung darauf absolviert er mit Coach Dave Salo und US-Weltrekordler Peter Marshall. Rogan will sich auf 100 m Rücken und 100 m Lagen konzentrieren.

"Es bereitet mir großen Spaß, mich jetzt wieder ganz auf das Schwimmen konzentrieren zu können", vermeldete Rogan. "Und ich habe hier das für mich professionellste Umfeld gefunden." Salo war einst Trainer von Mehrfach-Olympiasieger und -Weltmeister Aaron Peirsol. Mit Marshall hat Rogan einen Freund und ehemaligen Stanford-Studienkollegen an seiner Seite, aktuell Kurzbahn-Weltmeister über 50 m Rücken.

Nach "Disco-Prügel-Affäre" abgetaucht

Nach seinem eher missglückten Auftritt bei den Langbahn-Weltmeisterschaften Ende Juli/Anfang August in Rom mit Rang elf über 100 m Rücken als seinem besten Ergebnis und vor allem der am 1. August passierten "Disco-Prügel-Affäre" und darauffolgenden zweitägigen Krankenhausaufenthalt war Rogan abgetaucht. Seinem Sponsor Raiffeisen hatte er am 28. August in einem Brief mitgeteilt, dass er sich auf das Schwimmen konzentrieren und in den USA bleiben möchte.

Als Folge daraus hat Raiffeisen am Donnerstag die Auflösung des Vertrags der Ausbildung zum Finanzberater für wohlhabende Privatkunden bekanntgegeben. Da dies ein wesentlicher Teil der noch laufenden Sponsoring-Vereinbarung war, ist davon auszugehen, dass Raiffeisen Rogan die Unterstützung ganz entziehen bzw. den Vertrag nicht verlängern wird. Die Entscheidung darüber soll am Dienstag fallen.

Rogan hatte stets auf ein Nebeneinander von Schwimmerischen und Beruflichen gesetzt, nun hat er es sich aber wieder anders überlegt. Sein Renommee als Spitzenschwimmer ist seit seinem vorjährigen vierten Olympia-Rang über 200 m Rücken angeschlagen. Der Wechsel auf die 50 m Rücken funktionierte nicht, ebenso erkannte der Wiener bei der WM den mittlerweile eingetretenen Ausdauermangel über 200 m Rücken.

"Markus is back"

Die Konzentration auf die 100 m Rücken ist daher logisch, hier ist Rogan sicher am nächsten an der Weltspitze dran. Über 100 m Lagen hat Rogan früher auch schon hervorragende Ergebnisse gebracht. Inwieweit er da wieder anschließen kann, ist abzuwarten. Freilich wird diese Distanz nur auf der Kurzbahn geschwommen. Von der Kurzbahn wie auch von Lagenstrecken hatte sich Rogan schon früher definitiv verabschiedet gehabt.

Nun sieht der zweifache olympische Silbermedaillengewinner von Athen 2004 im täglichen Training mit Marshall wieder eine Herausforderung, wird die Ergebnisse der neuen Trainingsgemeinschaft schon bald unter Beweis stellen. Auf seiner Homepage http://www.markusrogan.at führt Rogan unter dem Titel "Markus is back" sämtlich fünf Termine des Kurzbahn-Weltcups an, quasi als Vorbereitung auf die Kurzbahn-EM vom 10. bis 13. Dezember in Istanbul.

Dort wird noch einmal in der neuen Generation von Ganzkörperanzügen geschwommen, ehe sie mit 1. Jänner 2010 verboten sein werden. Rogan ist ja ein Anhänger dieser "suits". Bestreitet er die komplette Weltcup-Serie, tritt er beretis am 16./17. Oktober in Durban in Aktion. Weitere Stationen der lukrativen Serie sind Moskau (6./7. November), Stockholm (10./11. November), Berlin (14./15. November) und Singapur (21./22. November).


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