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Zuletzt aktualisiert: 04.09.2009 um 14:36 UhrKommentare

Darabos: "Begrüße Selbstreinigungsprozess im ÖOC"

Der angekündigte Rückzug von Präsident Leo Wallner wird von Vertretern der Sportpolitik als Chance für einen Neuanfang im zuletzt krisengeschüttelten Österreichischen Olympischen Komitee gesehen.

Änderung in österreichischer Sportstruktur gewünscht

Foto © GEPAÄnderung in österreichischer Sportstruktur gewünscht

"Ich begrüße den derzeit laufenden Selbstreinigungsprozess im ÖOC. Ich habe den Eindruck, dass nun endgültig ein Umdenken stattgefunden hat und die Altlasten nicht länger unter den Tisch gekehrt werden", meinte Sportminister Norbert Darabos (S).

Darabos bezeichnete den bevorstehenden Wechsel an der ÖOC-Spitze als "richtigen Schritt in der dieser für die olympische Bewegung so schwierigen Situation". Gerade die olympische Bewegung sollte über alle Zweifel erhaben sein. In den Raum gestellt wurden nicht nur vom Regierungsvertreter erneut strukturelle Änderungen nicht nur im ÖOC, sondern generell in Österreichs Sportstrukturen. "Mit einer neuen Struktur könnte man auch neu beginnen, wie immer diese Struktur dann auch ausschaut", meinte BSO-Präsident Peter Wittmann (S), der sich wie ÖOC-Vizepräsident Peter Haubner (V) bereits für eine Reform stark gemacht hatte. Das ÖOC soll demnach mit der Bundessportorganisation (BSO) in einen großen Verband zusammengeführt werden. Dies sei laut dem aufgrund dubioser Geldflüsse zurückgetretenen Heinz Jungwirth aber nicht der Weisheit letzter Schluss.

In ruhigen Bahnen arbeiten

"Schnellschüsse wie eine Zusammenlegung mit anderen Organisationen halte ich für unüberlegt. Man ist sicher besser beraten, wenn man das ÖOC in ruhigen Bahnen arbeiten lässt", meinte der Ex-ÖOC-Generalsekretär. Im Olympia-Jahr mit den Spielen in Vancouver solle nun "rasch" eine starke Führungsschicht gefunden werden. Der Rücktritt von Wallner sei aus der Sicht dessen langjährigen Weggefährten sicherlich das Beste in der aktuellen Situation gewesen: "Er verdient es nicht, jetzt von verschiedenen Seiten beschüttet zu werden." Für eine Modernisierung rein innerhalb des olympischen Komitees sprachen sich auch ÖOC-Kassier Gottfried Forsthuber ("Chance auf eine Veränderung in der inneren Struktur") sowie Vorstandsmitglied Paul Schauer aus. "Die Neustrukturierung ist ja schon seit einem halben Jahr in Gang, seither haben wir im ÖOC den Struktur-Ausschuss", erklärte der OSV-Präsident, der mit Blick auf die Finanz-Affäre eines klarstellen wollte: "Wir brauchen eine wirtschaftlich, finanztechnisch saubere Lösung." ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel wollte zum Wallner-Rückzug keine Stellungnahme abgeben.


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